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2019

11.06.2019 – Ablegen Richtung NW

Mittwoch treffen Olaf und Schrat per Flieger auf La Palma ein. Die beiden wollen uns unterstützen die 615nm zu bewältigen. Wenn es gut läuft, sollten 4 Tage plus ein paar Stunden reichen. Die Wettervorhersage sieht gut aus, aber starten wir besser Freitag oder Samstag? Starten wir zu früh, kommt der Wind zu Nördlich und wir müssen kreuzen, starten wir zu spät, erwartet uns eine Flaute kurz vor unserem Ziel Santa Maria, die südlichste Azoreninsel. Donnerstagmorgen entscheide ich nach Ansicht der neuesten Wetterprognosen Freitagmorgen zu starten. Neben uns liegt die ‚Harmonii’, eine NAJAD 490 unter britischer Nationalflagge. Zwei Mann sind an Bord, ein jüngeres Paar kommt Donnerstags hinzu. Wie sich herausstellt, will die ‚Harmonii’ ebenfalls zu den Azoren, allerdings zu der etwas nördlicheren Insel Sao Miguel. Olaf erfährt, dass man erst später ablegen will, nachdem man in Ruhe gefrühstückt habe. Während wir also am nächsten Morgen um 8h aus der Koje krabbeln, startet unser Nachbar bereits den Motor, wir schaffen es gerade noch beim Leinen loswerfen zu helfen und zu winken, seltsam! Wir legen um 10:20h ab, nachdem wir uns von Siggi und Giotta sowie Holger und Carmen, unsere lieben Stegnachbarn, verabschiedet haben. Kaum aus dem Hafen erblicken wir die ‚Harmonii’, die vor der Hafenmauer rumdümpelt. Wir fahren vorbei und erfahren, dass der Autopilot gerade repariert wird, und unsere Hilfe nicht benötigt wird. Wir legen Kurs NW an und motoren aus der Inselabdeckung. 30 Minuten später sehen wir auf dem AIS, dass sich auch die ‚Harmonii’ in Bewegung setzt, jedoch näher an der Küste langfährt, mehr Kurs Nord. An der Windkante setzen wir Segel und segeln hoch am Wind was geht, um Richtung Azoren zu gelangen. Weiter von Küste dreht der Wind rechts, sodass wir recht schnell die richtige Richtung halten können. Die ‚Harmonii’ versucht es uns gleichzutun, kann die Höhe am Wind aber nicht segeln, fällt deshalb weiter ab. Wir verlieren sie aus den Augen und aus dem AIS während der ersten Nacht. Unser Kurs ist Hoch am Wind, auch wenn der Wind dreht, die Windsteueranlage steuert unbeirrt auf der Windkante. In den nächsten beiden Tagen entdecken wir immer wieder die ‚Harmonii’ im AIS, zuletzt 50sm westlich von uns, wenn ein Frachter das AIS-Signal an uns weiterleitet. Am dritten Tag wird der Wind immer weniger, es fällt schwer auf der Windkante zu segeln, teils unter 3kn schnell. Mit Anbruch der Nacht läuft anyway in meiner Nachtwache wieder 6,5kn bei wenig Wind und noch weniger Welle, ein Genuss unter klarem Sternenhimmel. Doch den Spaß hatte Sandra in ihrer Wache schon nicht mehr, unser Speed sinkt auf knapp über 1kn, die Richtung ist nicht mehr zu halten. Gemeinsam holen wir das Vorsegel rein und starten den Motor. Nur 45 Minuten später setzt der Wind wieder ein, Motor aus, Segel raus, wir können den Kurs wieder aufnehmen, 5,5kn sind drin! Da die ‚Harmonii’ Richtung Kanada (?) segelt, gehen wir davon aus, eher auf den Azoren zu sein, da sie ja früher oder später den Holeschlag segeln muss. Aber als wir nach ziemlich genau 5 Tagen in Santa Maria anlegen, liegt die ‚Harmoinii’ schon in Sao Miguel am Steg, wie wir später im vesselfinder.com sehen können. Dies kann nur bedeuten, dass sie mind. 1,5 Tage unter Motor gelaufen sind...

 

 

16.05.2019 – Vorbereitungen für unseren bislang längsten Nonstop-Törn

Letzten Montag war es soweit, anyway wurde wieder ins Wasser gekrant. Nach Anschleifen des Unterwasserschiffs und Entrosten des Kiels wurden von uns 3 Schichten Antifouling ‚SEAJET Shogun 33’ in dunkelgrau aufgebracht. Und da es in der Werft ein kleines Gerüst zur freien Nutzung gab, haben wir noch den Rumpf poliert. Wieder im Wasser, sind wir nun damit beschäftigt, das Deck zu reinigen und polieren und alle Ausrüstungsgegenstände wieder an ihren Ort zu bringen.

 

25.04.2019 - Plege muß sein

Nach 2,5 Jahren musste anyway ihr Element heute mal wieder verlassen. Der Bewuchs am Unterwasserschiff war letzten Sommer schon am deutlichen Geschwindigkeitverlust festzustellen. Zudem ist der Ölwechsel am Saildrive überfällig und auch alle Anoden sind fällig zum Wechsel, es lohnt sich also. Die Antfoulingschicht ist offenbar noch recht dick, sodass meine Überlegung aufgeht, nach kurzem Anschliff, einfach neue Schichten aufzutragen.     

 

 Inselgruppe im Atlantik mit 5 Buchstaben...???

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