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2018

 

 

23.05.2018 – 2 Anläufe für La Gomera 

Bevor anyway noch festwächst, wollen wir La Palma verlassen. Unseren erster Besuch in diesem Jahr haben wir nach Teneriffa  bestellt, aber zunächst wollen wir doch nach La Gomera. Also müssen Conny und Ulli die Fähre nach La Gomera nehmen um uns dort zu treffen. Da die Atalntikwelle nichts für Süsswassermatrosen ist suchen wir uns den Donnerstag aus, um La Palma zu verlassen, denn da ist der Wind nur mit 16 Knoten zwischen den Inseln vorher gesagt, so können wir uns wieder daran gewöhnen durch geschaukelt zu werden. Wir stehen um 7h auf, um 8h heisst es Leinen los und wir verlassen Tazacorte nach fast 7 Monaten Richtung Südwest unter Motor. Zunächst einmal müssen wir die Abdeckung der Insel überwinden, bevor wir Segel setzen können. Aber soweit kommt es gar nicht, denn der Motor fängt nach etwa 30 Minuten an zu spinnen an. Die Drehzahl sinkt und wir ahnen schon, es ist mal wieder, genau wie in Porto Santo, die Dieselpest ausgebrochen. Ich puste die Leitung frei und schaue durch die Revisionsöffnung in den Dieseltank und sehe einen großen Flatschen Bakterien im Tank über den Boden schliddern. Es ist gut Schwell und so schaffe ich es nicht diesen glitschigen Fladen aus dem Tank zu fischen – also drehen wir um, zurück nach Tazacorte! Der Motor läuft unrund und stottert, und die Spannung steigt, als der Motor dann im Vorhafen ganz abstirbt. Sandra will Hilfe herbei funken, ich gehe nochmal pusten, der Motor springt sofort an, und wir kommen unbehelligt bis zur Tankstelle. Leider liegt dort schon ein Boot, aber der Steg ist lang genug, dass wir dort auch festmachen können. Wir erklären dem Marinero die Situation und filteren nach alt bekannter Art den Fladen Bakterien aus dem Treibstoff. Anschliessend legen wir wieder am Steg 2 an und verschieben unsere Reise auf den nächsten Tag. Das klappt dann auch problemlos. Als wir die Abdeckung verlassen segeln wir gerefft in den Südwesten Gomeras nach Valle Gran Rey und ankern auf 8m über Grund in der so gennanten Schweinebucht (Insiderwissen aus dem Reiseführer!) fast direkt vor der Finca der ehemaligen Bhagwan-Sekte. Erschöpft vom ersen Segeltag nach 7 Monaten tauchen wir das Boot im knapp 21° warmen Wasser ab. anyway hat einen Teppich bekommen im Hafen vom langen stehen. Wir haben das Unterwasserschiff nicht neu gestrichen letzten Winter, weil es kaum lohnt, so wenige Seemeilen wie wir diesen Sommer zurücklegen werden. Zudem ist die in Deutschland bestellte Farbe in Madrid beim Zoll aus dem beschädigten Paket ausgelaufen… Anderntags schlafen wir aus, Frühstück, schwimmen (brrr) und dann motoren wir in Gomeras Abdeckung Richtung San Sebastian. Das letzte Stück kreuzen wir auf in der ‚Accelerationzone’. Dann sind wir plötzlich umzingelt: 1 Frachter, 3 Fähren und ein weiteres Segelboot – alle wollen in den Hafen. Wir lassen einfach allen den Vortritt, ausser dem Frachter, der noch zu weit weg ist, dann fahren auch wir in den Hafen. Am nächsten Tag hole ich unseren Besuch vom benachbarten Fährteminal ab, Sandra backt ein Brot. Wir schlendern durch San Sebastian und abends gehen wir essen, das Restaurant hatten wir vor über 10 Jahren schon einmal besucht, und es schmeckt wieder einmal sehr gut. Tags drauf mieten wir im Fährterminal ein Auto, fahren in die Berge, besuchen das schöne Vallehermoso und machen eine kleine Wanderung. Gestern dann noch eine Wanderung im Regenwald, leider mit Regen (!) und weitere Erkundungen der Insel, die Landschaft ist einmalig schön! Als krönenden Abschluß fahren wir zum Casa Efigenia, hier kocht die nette alte Doña Efigenia täglich ausser Montags seit über 20 Jahren immer das selbe Menü nach alter gomerischer Tradition. Es ist lecker, ausgefallen, vegan und bio, da kpl aus eigenem Anbau!

 

In diesem Jahr wollen wir auschließlich die Kanarischen Inseln bereisen und näher untersuchen, anyway wird in 2018 also mehr als Ferienwohnung genutzt und weniger als Segelboot! Trotzdem wird es sicher nicht langweilig für Euch und für uns! 

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