Willkommen auf der Homepage der Sailyacht 'anyway'
Unsere Homepage mit Reiseberichten und Infos
2016

 

 

 

28.10.2016 - Rückblick auf die letzten Tage vor der Heimreise

In der Zeit im Hafen von S. Maria Navarrese haben wir alle Hände voll zu tun, um unsere anyway Winterfest zu machen. Trotzdem hatten wir noch genug Zeit um das Leben lebenswert zu machen: Wir fuhren mit Norberts Schlauchboot die Küste entlang, auf der Suche nach Stränden und Höhlen.

Zwischenzeitlich hatte auch Tine zum Grillen geladen. Es gab selbst geschossenes Wildschwein vom Grill zu jede Menge Antipasti und selbst gebrannten Grappa, Mirto, hausgemachter Rotwein... Als Dessert gab es würzigen sardischen Käse. Und wir bekamen Gelegenheit, die Früchte von Kakteen zu probieren. Noch zu Gast waren noch zwei Freunde von Tine und Danilo, Uschi und Ramon. Es war ein wirklich gelungener Abend, der feucht fröhlich endete.

Und am letzten Tag, als anyway schon auf Stelzen an Land stand, machten wir uns au,f zur Pedra Longa zu wandern. Der knapp 2h Fußmarsch entlang der Küste brachte viele neue Ansichten, und ließ uns den Abschied von Sardinien und überhaupt dem Mittelmeer etwas leichter fallen.

 

16.10.2016 – A presto in Germania!

Seit über einer Woche sind wir nun in S. Maria Navarrese. Schrat, unser letzter Besuch ist von hier aus mit dem Bus nach Cagliari gefahren und Heim geflogen. Drei Tage später ist Fam. Jansen eingeflogen. Wir haben sie mit einheimischen Ichnusa Bier auf dem Campingplatz empfangen. Hier gastieren sie bis zum Ende der nächsten Woche, ähnlich wie vor zwei Jahren. Wie werden dann alle zum Ende der Herbstferien am 22.10. ab Cagliari zurück fliegen, unser Sommer 2016 endet also hier in S. Maria! Das Boot bleibt hier in der Werft direkt im Hafen. Im Moment versuchen wir also den Spagat zwischen dem Genuss der letzten Tage und Arbeiten am Boot um es Winterfest zu machen, zu finden. Das gestaltet sich teilweise sehr schwierig, da das Wetter auch schon sehr Herbstlich ist, so mussten wir jetzt sogar die immer wieder aufgeschobenen Federdämpfer kaufen, die das Boot im Hafen ruhiger halten wenn es mal hoch her geht. Grund hierfür war ein Scirocco, der zwar hier wenig Wind hatte, aber dafür umso mehr Welle in den Hafen laufen lies…  

 

07.10.2016 – Schon wieder kein Radio….

Seit ein paar Wochen funktioniert unser aktives AIS endlich. AIS bedeutet Automatic Identification System. Alle Schiffe die ein AIS-Signal in der Umgebung aussenden sind dann auf eine Art Radar zu sehen. Es gibt Landstationen, die diese empfangenen Daten auch andere Schiffe und auch das Internet weiterleiten. So ist es möglich uns bequem von Zuhause aus zu verfolgen wenn wir im Empfangsbereich liegen und man kann an Bord Schiffe ‚sehen’, die hinter einem Felsen oder der Hafenmauer ‚versteckt sind. Ganz praktisch ist das, wenn man nachts schon lange vorher weiß, wer da kommt (z.B. Fischer) und auch welche Richtung er fährt. Ursprünglich hatte ich geplant nur passives AIS zu haben, d.h. nur zu sehen, aber nicht gesehen zu werden. Diese System jedoch habe ich nie ans laufen gebracht, weil die Software nicht funktioniert hat. Im Winter 2013 hatte ich bereits eine zweite UKW-Antenne oben im Mast installiert, um AIS-Daten zu empfangen, aber auch UKW-Radio zu hören. Nun kommt aber, wie so oft, alles anders als geplant. Das Radio war über einen Splitter angeschlossen, das passive AIS jedoch funktionierte ja nicht. Letztes Jahr in Griechenland stellte sich dann heraus, dass unser UKW-Funkgerät nicht einmal eine Reichweite von 5nm schaffte, obwohl 30nm eigentlich obligatorisch sind. Zu Testzwecken schloss ich die zweite UKW-Antenne an, womit ich einen 35nm entfernten Tanker probeweise erreichte. OK, also kein Radioempfang mehr, denn das Funkgerät wollte ich nicht über den Splitter anschließen, da dieser Sendeleistung kostet. Im Frühjahr dann brachte ich eine neue Antenne incl. 25m Kabel mit, diese wollte ich hoch oben im Mast tauschen, was sich aber als überflüssig erwies, da ich einen defekten Anschluss incl. verfaultem Kabel am Mastfuß fand. Dies erfolgreich repariert, hatte ich wieder zwei Antennen zur Verfügung, eine für UKW-Funk und eine fürs Radio. Ein Tanker in 40nm Entfernung bestätigt meinen Anruf, und das Radio mit Antenne in 20m Höhe empfängt problemlos! Das ebenfalls im Frühjahr mitgebrachte aktive AIS kriege ich nicht ans rennen, da mir die GPS-Antenne fehlt, ich dachte sie wäre im Gerät integriert, war sie aber nicht. Diese bestelle ich nach, und sie wird nach Carloforte auf S. Pietro geschickt. Sofort baue ich diese ein, leider fehlt der Halter, macht nix, ich improvisiere und montiere die Antenne unter Deck, der GPS-Empfang ist hier gut genug. Jedoch stelle ich schnell fest, dass besonders die Sendeleistung sehr schwach ist. Tagelang grübele ich, was der Grund sein könnte. Unser Signal ist im Internet tagelang ‚angeklebt’ südlich von Korsika zu sehen, anyway sendet zu schwach. Bis ich eine Morgens in Maddalena aufstehe und einen Versuch wage: Radio und Splitter ab, AIS direkt an die Antenne angeschlossen. Sofort erkennt man, das Sende- und Empfangsleistung deutlich verbessert sind, aber wird es reichen, unsere Track im Internet darzustellen? Ja, tatsächlich sind alle Probleme vom Tisch gefegt, alle sehen uns egal ob im Internet, oder auf den Booten um uns herum! Ein wichtiger Sicherheitsaspekt: Wir werden besser wahr genommen von anderen Schiffen, wir sehen früher wer uns in die Quere kommt und sollten wir mal sinken, kann man schauen, wo wir zu letzt zu sehen waren. Nur eins blieb mal wieder auf der Strecke: Genau, das Radio hat wieder einmal keine Antenne mehr…

Auf der Startseite findet Ihr ab sofort die AIS-Karte, wo man unsere aktuelle Position sehen kann!        

 

02.10.2016 – Ankern zum Schnäppchenpreis

Nach einem Tag im Paradies (auf Cavallo) haben wir schon die Nase voll. Es war uns einfach zu einsam dort, segeln wir rüber nach Santa Teresa. Nur unter Selbstwendefock machen wir ca. 5kn, was uns bei einer Strecke von 7nm nicht dazu bringt das zweite Segel hoch zu ziehen. Obwohl wir schon einmal in S. Teresa waren, haben wir noch nie den Ort gesehen, das holen wir nach. Wir laufen um das riesige Hafenbecken rum und dann bergauf in den aufgeräumten Ort. Sehr unspektakulär, ich frage mich, wozu ich die Kamera mit genommen habe. SO machen wir uns am nächsten Morgen auf, nach Maddalena zu segeln, unterwegs gibt es noch einen Badestopp. In/auf Maddalena entdecken wir dann ein kleines Restaurant, dass ungewöhnliche heimische Kost anbietet, wir essen sehr gut! Als wir am nächsten Morgen frühstücken, bekommt Sandra eine Sprachnachricht: „Damit ihr Bescheid wisst, wir sind gerade los gefahren!“  Marion und Andi korrespondieren schon länger mit Sandra, sie machen Urlaub auf Sardinien, und überlegen uns einen Tag zu besuchen. Offenbar ist es heute so weit! Eigentlich wollten wir weiter, aber es ist kein Problem noch einen Tag auf dieser schönen Insel zu verbringen. Gegen 12h ist dann soweit, die beiden erscheinen an Bord. 30min. später legen wir ab, wir wollen den Nachmittag in einer Badebucht verbringen. Die Nachbarinsel S. Stefano scheint eine geeignete Bucht zu haben, eine halbe Stunde später sind wir dort. Anker raus, und so genießen wir Sonne und Meer. Bis…. dann ein Schlauboot auftaucht, dass die Aufschrift „PARCO NATURALE“ trägt. Ob wir English sprechen, war die erste Frage, dann wird gefragt, ob wir ein Permid besitzen – Nein, haben wir nicht. Dann kostet der kleine Ankerstopp 50,-€! Es wäre 40% billiger gewesen, hätten wir ein Permid zwei Tage zuvor gekauft, ob wir mehr Informationen wünschen, ich verneine mit der Begründung, das letzte mal im ‚wunderschönen Maddalena-Archipel’ zu ankern. Etwas später brechen wir wie geplant auf, und es geht zurück nach Maddalena (Hafenpreis mit Wasser + Strom 36,-€!). Marion und Andi nehmen die Fähre um 7:45h zurück nach Palau, wo der Mietwagen wartet. Wir holen uns im Schnellimbiss an der Ecke was zu essen, und lassen den Abend im Cockpit ausklingen.  

 

27.09.2016 - Bonjour

Alghero, nach 7 Tagen im Hafen sind alle Geschäfte leergekauft und Ute ist schwer bepackt in den Flieger gestiegen. Der Mistral hat sich beruhigt, und wir fahren nach Porto Conto am Capo Caccia. Hier hängen wir uns eine Nacht an die Mourringboje des Tauchclubs, und fahren am nächsten Tag Richtung Norden. Bei wenig Welle und faktisch ohne Wind fahren wir problemlos durch die Fornelli-Passage. Erleichtert machen wir direkt am Ausgang der Passage wieder an einer Boje fest. Der Blick auf das Naturschutzgebiet der Insel Asinara ist wunderschön und wir sehen Wildpferde und Esel! Schwimmen und faulenzen, bis wir ins Bett gehen. Am nächsten Tag sind wir mit Guy und Tanja in Castelsardo verabredet, unser nächster Besuch Schrat fliegt ein, Jürgen der Eiermann (siehe 2014!) holt in vom Flughafen ab. Am nächsten Tag wird gegrillt und der Abend klingt wunderschön aus... Nachdem wir uns am nächsten Morgen verabschiedet haben, geht es los Richtung Bonifacio, Korsika. Zum Segeln reicht es leider nicht ganz, der Motor unterstützt. Bonifacio ist in all den Jahren, seit ich es zum erstenmal besucht haben, doch sehr touristisch geworden, trotzdem ist die Oberstadt immer noch sehr schön, mit ihren kleinen Gassen. Aber noch eine Nacht halten wir in diesem Trubel nicht aus, und so fahren wir heute nach Cavallo, der Privatinsel mit Hafen der Lavezziinselgruppe. Hier ist der Hund begraben, nicht mal das Hotel hat geöffnet, und so liegen wir auch zunächst alleine im Hafen, später kommt ein italienisches Schiff hinzu.

 

17.09.2016 – Der zweite Mistral

Oristano, hier gibt es nur einen Hafen, dessen Einfahrt versandet ist, und nach aktuellen Informationen ist es nicht ratsam, mit einem Schiff das mehr als 2m Tiefgang hat dort einlaufen. Kein Problem, in der riesigen Bucht gibt es eine geschützte Ecke im NW, wo wir dann ankern wollen. Wir sind sehr erstaunt, als wir dort ankommen: zunächst einmal darüber, dass dort Ankerbojen ausgelegt sind, und, dass wir unmittelbar vor einer antiken Ausgrabungsstätte liegen. Es sind die Ruinen von Tharros. Vom Boot aus erkennt man zwei Säulen und einen Turm, sowie einige freigelegte Flächen. Das Wetter ist schlecht, und über Kurzwelle hören wir, dass ein Tiefdruckkern in der Biskaya sein Unwesen treibt, und eine dazu gehörige Front gerade die Westküste Sardiniens erreicht. Nachts geht dann diese Front auch durch und wir sind froh an dieser Boje hängen! Zwar kann ich auf dem Windmesser ‚nur’ 20 Knoten ablesen, aber die Windrichtung wechselt laufend, dabei gießt es wie aus Kübeln! Entsprechend gerädert wachen wir am nächsten Morgen auf, aber der Regen hat aufgehört, die Sonne kämpft sich durch die Wolken. Wir machen uns auf nach Bosa. Bosa soll sehr schön sein, die Marina liegt im Fluss. Darüber, ob wir diese Marina erreichen können sind sich alle Karten und Bücher die wir haben total uneinig. Wir versuchen die Marina anzurufen und anzufunken, aber niemand antwortet, so beschließen wir weiter zu fahren nach Alghero. Hier waren wir zuletzt vor 2 Jahren, und wir wissen was uns erwartet, und…wir haben Sardinien damit umrundet! In Alghero wird uns bewusst, dass der nächste Mistral ansteht, wir hätten nur die Chance direkt am nächsten Morgen nach Stintino zu reisen, wegen des heftigen Seegangs aber nicht durch die Fornelli-Passage, was bedeutet über 12h segeln, da wir dann um Asinara rum müssen. Aber da die letzte Nacht schon schlaflos war und auch der Trip länger war, weil wir Bosa nicht angelaufen haben, bleiben wir lieber in Alghero, bis der Spuk Mistral wieder einmal vorbei ist….    

 

13.09.2016 – Unser erster echter Besuch!

Carloforte auf S. Pietro, ein Ziel auf das wir uns gefreut haben, erreichten wir gestern Nachmittag. Wir hatten in der Bucht von Porto Pino geankert, und sind dann mittags ganz gemütlich an Sant’Antioco vorbei nach Carloforte gesegelt. Sofort fällt auf, wie aufgeräumt und sauber es hier ist, so was haben wir schon lange nicht mehr gesehen! Auch Ute ist beeindruckt, die ja sonst schon fast überall auf Sardinen war. Auch das Paket ist da, dass ich mir hierher hatte schicken lassen, Inhalt war die GPS-Antenne für den AIS-Transceiver, endlich funktioniert diese wichtige Sicherheitseinrichtung an Bord!

 

In Cagliari waren wir insgesamt 6 Tage, am 3. Tag kam Ute, unser erster echter Besuch an Bord. Obwohl sie nur ungerne Fahrrad fährt, konnte wir sie überreden eines im Hafen zu leihen, so konnten wir einen gemeinsamen Ausflug machen ins nahe gelegene Naturschutzgebiet. Ehemalige Salinen bieten eine bizarre Landschaft und natürlich einen Ort, wo sich Flamingos gerne aufhalten. Tags darauf fährt Ute zum Strand, Sandra und ich radeln noch einmal in Sardiniens Hauptstadt, und besichtigen die Oberstadt mit ihren engen Gassen, einfach schön!     

 

 

 

06.09.2016 – Sardinien!

Der Wetterbericht lässt uns keine Wahl, die Vorhersagen für die nächste Woche sieht nur eine Möglichkeit nach Sardinien zu segeln. Dieser Tag rückt immer näher, und die Wettervorhersage bleibt dabei, also müssen wir uns entscheiden, fahren oder mind. eine Woche im Westen Siziliens festhängen. Wir entschließen uns für den Inselwechsel. Uns stehen ca. 30h Fahrzeit bevor, laut Wettervorhersage etwa 2/3 segeln hoch am Wind, dann 1/3 Flaute und motoren nach Villasimius im SO Sardiniens. Wir stehen wieder einmal um 6h auf, legen ab, setzen Segel und segeln mit 20° zuviel zunächst offenbar am Ziel vorbei. Aber die Gribfiles sprechen eine deutliche Sprache, der Wind ist rückdrehend, d.h. er dreht sich im Laufe des Tages und der folgenden Nacht immer weiter gegen den Uhrzeigersinn, was bedeutet, wir kommen nicht an in Sardinien, wenn wir nicht schon jetzt weiter Richtung Osten fahren. Das ganze endet dann in einer großen S-Kurve, und es wird etwas weiter zum Ziel. Trotz der ‚kleinen’ Selbstwendefock kommen wir ganz gut voran, wir machen zwischen 4,5 und knapp 7kn. Den ganzen Tag sehen wir nur ein Boot, dass unseren Weg kreuzt, was sich natürlich sofort ändert, als es dunkel ist. Sie kommen aus allen Richtungen und fahren kreuz und quer. Dann irgendwann ist der Wind schwach und kommt schon sehr östlich, so dass wir die Maschine anwerfen, und einigen fleißigen Fischern und Frachtern ausweichen. Als es hell wird, ist gar kein Wind mehr und gegen 14h erreichen wir Villasimius. Wir ankern am Strand, springen ins kühle Nass und nachdem wir gegessen haben, gönnen wir uns noch einen Mittagsschlaf bevor wir in den Hafen fahren. Tagsdrauf heisst es bestes Segelwetter, und so segeln wir die 20nm kurz entschlossen nach Cagliari, Sardiniens größte Stadt, hier wollen wir uns einen möglichen Platz zum Überwintern anschauen. Wir kamen genau richtig: Kaum hier, herrscht eine Mistrallage, die uns am weiterfahren hindert, so werden wir noch ein paar Tage in der Marina Sant’ Elmo bleiben. Da passt es ja gerade, das Ute kurz entschlossen zu Besuch kommt….

 

31.08.2016 – Deja vu

Gestern beim gemütlichen motoren in Richtung Westen hatten wir ein Erlebnis ähnlich wie im letzten Jahr auf dem Weg nach Tropea – wieder einmal eine unendliche lange Strippe im Propeller! Offenbar befindet sich im Tyrrhenischem Meer ein Lager mit Plastikschnüren. Die vom letzten Jahr kann es nicht gewesen sein, die haben wir in Tropea vorschriftsmäßig entsorgt. Sowieso schwimmt hier sehr viel Müll, vor allem Kunstoff im Meer rum. Es zeigt auf, wie der Südländer seine Umwelt behandelt. Gestern noch in Fossa del Gallo, eine wirkliche irre Landschaft, unter Naturschutz gestellt, aber leider auch eine mit angeschwemmten Müll übersäter Küstenabschnitt. Ich hatte jedenfalls gestern wieder einmal die Möglichkeit ein erfrischendes Bad zu nehmen, unter das Boot zu tauchen und diese Strippe aus der Schraube enttüddeln – zum Glück sind wir nicht in der Nordsee unterwegs!!! Hier in Castellammar haben wir natürlich die Plastikstrippe in den Müll getan, wollen mal hoffen, das der Müll nicht im Meer landet…….         

 

23.08.2016 – Im Reisemodus

Nachdem wir die Abfahrt um zwei Tage verschoben haben (höre auf den Fischer, der Dir sagt, fahre da heute besser nicht raus!), geht es nach 4 Tagen Roccella morgens um 5:59h raus auf See. Gestern Abend haben wir uns noch mit Wein und Bier von Ute und Peter verabschiedet, die noch in Roccella bleiben müssen. Die Dieseleinspritzpumpe des 30 Jahre alten 6-Zyl-Turbodiesels hat den Dreck im türkischen und/oder griechischen Diesels nicht schadensfrei überlebt. Bosch baut diese Pumpe seit Jahrzehnten nicht mehr, und so ist die Jagd auf eine gebrauchte Pumpe in ganz Europa eröffnet.

Auf See können wir sehr schnell die Segel auspacken, und trotz der „kleinen“ Selbstwendefock machen wir 5,5kn fahrt. Hinter uns leert sich der Hafen: Wir haben ca. 10 Verfolger, die alle auf bessere Wind gewartet haben, um Richtung Westen zu segeln. Unser Ziel ist Messina, dort soll die Marina einen guten Rundumschutz bieten. Gegenüber am Festland in Reggio di Calabria soll es sehr unruhig im Hafen sein, und weit zur Stadt. Als wir um das Capo Spartivento rum kommen, entdecken wir ein Gewitter über dem Festland, das uns wohl in die Quere kommen könnte, der Wind aber schläft zunächst ein. Wir motoren weiter in Richt Strasse von Messina. Als wir das nächste Kapp umrunden kommt das Gewitter von Rechts, in der Strasse steht eine steile Welle und reichlich Nordwind. Wir versuchen gegenan zu motoren, was mit knapp 2 Knoten zwar gelingt, aber das Boot macht durch die Steilheit der Wellen solch ein Auf und Ab, dass Luft unter dem Boot vom Propeller  angesaugt wird, die unter Boot hinten wieder raus kommt. Durch die Kavitation hat der Prop keinen rechten Grip mehr, das Getriebe macht laute seltsame Geräusche. Wir fallen etwas ab, und setzen die Fock dazu, so gelingt es, uns etwa in die richtige Richtung zu bewegen und noch dazu mit 6kn und getriebeschonend. Das Gewitter, und damit der starke Wind läst nach als wir am Ufer von Sizilien sind, wir holen die Fock rein und motoren die letzten Meilen in Richtung Messina. Kurz vor der Hafeneinfahrt hat uns ein Fischer ein Päckchen gepackt und dort abgelegt: Die improvisierte Markierung für sein Netz umfahren wir mit einer Bootslänge Abstand und denken uns nichts dabei, jedoch das Boot wird immer langsamer. Ich beobachte den Wind, der aber nicht wieder zunahm. Ich schaue nach hinten, und sehe, dass wir die Fischernetzmarkierung hinter uns herziehen. Offenbar hängt das Seil an unserem Kiel. Nun heißt es sich dem Paket aus Kanistern und Flaschen zu nähern, ohne das Seil in die Schraube zu bekommen. Irgendwie schaffen wir das und nach einiger Angelei mit dem Bootshaken habe ich das Seil in der einen Hand, und ein scharfes Messer in der anderen. Ich kappe die Strippe, anyway und das „nette“ Paket eines italienischen Fischers auch. Wir gehen getrennte Wege, wir fahren Richtung Süden, die ehemalige Markierung Richtung Süden. Wir sind zwar stinkesauer über dieses Paket, aber auch froh, dass es diesmal nicht in die Schraube gekommen ist. Im Hafen entdecken wir die Marina: Einfach ein paar Schwimmstege im großen Hafenbecken ausgelegt, in dem Tag und Nacht unzählige Fähren verkehren. Von geschützter Lage und ruhiger Nacht weit entfernt. Zu alledem wird uns noch der höchste Preis für eine Hafennacht in Italien abgenommen. Wir sind zu müde, um uns dagegen zu wehren. Wir gehen noch in Richtung Stadt, und in der ersten besten Möglichkeit (Stehpizzeria) essen wir eine runde einheimische Teigspeise. Am nächsten Tag geht es nach Portorosa. Zunächst erst einmal mit über 2kn mitlaufendem Strom fahren wir Richtung Norden durch die Strasse von Messina. Hierbei entdecken wir mehrere Boote, die Tunfisch jagen. So etwas gibt es nur hier: Die Fischer suchen Tunfisch der schlafend an der Wasseroberfläche treibt, hierzu dient der Ausguck. Wird ein Fisch entdeckt, schleicht sich das Boot an, und der nichtsahnende Fisch wird mit einer Harpune erlegt.

Aus der Meerenge heraus, legen wir Kurs Richtung Westen. Portorosa, eine Retortenferienstadt mit Hafen erreichen wir problemlos. Leider sind die Hafengebühren hier noch saftiger, wir handeln fast 10% herunter, mehr geht nicht! Wir bleiben zwei Tage, ruhig ist es hier zumindest nachts, tagsüber erkunden wir ein wenig die Retortenstadt.

So jetzt wird aber gespart: In Sant’ Agata haben wir im Vorhafen geankert, wie übrigens vier andere auch. Die Stadt kennen wir schon vom letzten Jahr, es lohnt sich nicht hier an Land zu gehen. Der pfiffige Leser hat es bemerkt, wir haben in den letzten 14 Monaten auch Sizilien umrundet! Dann geht es nach Cefalu, auch hier wir geankert im Vorhafen, wie übrigens 20 (!) andere auch, 4 fahren in die Marina. Offenbar geht diese willkürliche Preisfestsetzung in den Marinas für die Liegplätze noch anderen auf den Geist. Hier lohnt es schon einmal die Stadt zu besuchen, aber dafür müssten wir das Dinghi aufpumpen, denn mit der Montage der Selbstwendefock hat es seinen angestammten Platz verloren, den es mit Luft gefüllt immer vor dem Mast hatte. Deshalb haben wir die Luft rauslassen müssen, um es irgendwo zu lagern (jetzt ohne Luft hinter dem Mast). Also gibt es Hausmannskost, und die Stadt nur von weitem zu sehen. Palermo werden wir auslassen, denn das hat uns letztes Jahr nicht so gut gefallen, um es jetzt noch mal zu besuchen. Wir warten auf den richtigen Wind, um rüber zu segeln nach Sardinien, und bewegen uns dabei langsam westlich an der Küste Sizilien entlang…..           

 

22.08.2016 – Es brennt!

Mittlerweile in Roccella Ionica angelangt, brauchen wir mal wieder ein bisschen Pause, die Schläge von Hafen zu Hafen sind hier sehr lang, ca. 70nm. D.H. ca 12h unterwegs, was mitunter sehr anstrengend ist. Obwohl die Temperaturen noch unter 40° sind, finden wir es unerträglich heiß. Gestern bei einem Faulenzerhafentag bemerken wir, dass es am Berg brennt. Die Landschaft erinnert irgendwie an Märklin HO, wie eine phantasievoll gebaute Modelleisensbahnlandschaft. Und der Berg, auf den wir vom Boot aus schauen, von dem steigen Rauchwolken auf. Wir denke uns nicht viel dabei, evt wollte jemand Bauland machen (wohl in Griechenland so üblich), oder das Stoppelfeld wird abgebrannt wie bei uns in den 70ern? Aber dann kommt ein Hubschrauber mit Sack darunter angeflogen und holt Meerwasser um damit zum Brandherd zu fliegen, und den Sack dort zu öffnen. Dies wiederholt sich einige male, bis sich auch noch ein zweimotoriges Flugzeug dazu gesellt und eine Fuhre Wasser nach der anderen auf dem brennenden Berg schüttet. Wir haben dabei quasi den Logenplatz, alles passiert direkt vor uns! Nach etwa 2 Stunden scheint der Brand unter Kontrolle, und wir machen uns mit dem Fahrrad zu einer kleinen Tour auf. Weit kommen wir nicht, in der kleinen Bar bei der Capitaneria sitzen unsere deutschen Nachbarn Ute und Peter beim Bier – Ob wir uns nicht dazu setzen wollen? Na klar, wir trinken ein paar und dazu gibt es immer wieder neue Tapas, so dass wir nur schwer wieder weg kommen aus der Bar. Als es schon dunkel ist schaffen wir den Absprung, denn wir wollen noch zum ROCELLA JAZZ Festival. Die Karten dazu hat uns der Hafenmanager geschenkt, als wir in der Bar sitzen. Wir sind gegen 21h im TEATRO AL CASTELLO ROCCELLA J. Wir sitzen in einer Art Amphitheater, als gegen 22h das Festival beginnt. Ein Einzelkämpfer am Klavier zeigt uns was Freejazz ist. Sandra ist nur wenig begeistert von der Disharmonie, so schwingen wir uns nach 45 Minuten wieder auf die Räder und radeln zurück zum Hafen…    

 

16.08.2016- Gallipoli

Italien, ja das bedarf zunächst einiger Eingewöhnung für uns. Hier herrscht deutlich mehr Energie, dann die andere Kultur. In Leuca bringen wir das Boot wieder in Schuss, schrubben und reparieren es, tauschen das Vorsegel. Es soll nach Gallipoli gehen, eine Stadt ebenso wie Leuca, mit einer langen Geschichte, viele Kämpfe haben hier stattgefunden, der Name ist Griechisch und bedeutet „Schöne Stadt“! Wir werden nicht enttäuscht, die Altstadt, auf einer Halbinsel gelegen ist wirklich sehr alt und sehr schön, mit Stadtmauer und allem PiPaPo! Doch vor der Lust kommt bekanntlich die Last! Wir wissen nicht in welchen Hafen wir gehen können oder auch wollen, es gibt drei Stück… Wir fahren zunächst in den ältesten Hafen im Süden (Seno del Canetto), malerische Kulisse, Segelboote am Steg vor altem Gemäuer und Festungsturm. Man wimmelt uns ab, wir sollen wieder raus fahren. Der zweite Hafen liegt im NW der Halbinsel, ist aber sehr klein, und laut Hafenführer wenig geeignet, den lassen wir direkt aus und fahren in den großen Hafen im Norden (Porto Mercantile). In diesem Hafenbecken gibt vielleicht Platz in der integrierten Marina, jedoch wissen wir den Funkkanal nicht und auf den Stegen ist niemand zu sehen. Wir fahren wieder raus, vor dem Hafen gibt es zwei Yachtclubs, die Stege vermieten. Ich rufe den ersten auf Kanal 14, keine Antwort, also den zweiten auf Kanal 10, und tatsächlich gibt es Antwort und trotz Sprachproblemen wird uns ein Platz zu gewiesen. Wir sollen rückwärts mit Anker anlegen, alle anderen haben eine Mooringleine. Was sollen wir machen, legen mit Anker an. Im Büro wieder Sprachprobleme, mein Italienisch ist zu schlecht, was anderes sprich kaum einer, wenn dann ganz schlecht etwas Englisch. Für unseren völlig ungeschützten Platz am eigenen Anker will man 65,- Euro kassieren. Ich versuche gar nicht erst meine Entrüstung zu verstecken und handele den Preis auf 60,- runter. Wieder am Boot sind wir völlig frustriert, der Schwell lässt wenig Hoffnung das der Anker hält, und wir fühlen uns einfach nur abgezockt. Und dann tatsächlich löst sich der Anker. Wir versuchen den Marineros zu erklären, dass wir neu ankern müssen. Sie verstehen nix! Doch als es ihnen dann dämmert, empfehlen sie uns einen Platz mit Mooringleine – Ach was! Also das ganze noch mal mit Mooringleine. 10 Minuten später liegen wir fest und fühlen uns sicher, wenn auch immer noch durch geschüttelt vom Schwell. Später gehen wir in die Marina im Hafen, quasi nebenan, und reservieren den einzigen freien Platz für die Folgenacht. Bis 10h früh sollen wir uns zurückmelden, wenn wir den Platz haben wollen. Aber wir geben nicht auf, wir wollen in den idyllischen Hafen! Wir marschieren zum dort ansässigen Yachtclub. Dort erklärt man uns, daß nur Mitglieder hier fest machen dürfen! Allerdings weiter vorn am Kai, wo die Fischer ihre Netze lagern, da kann jeder eine paar Tage umsonst liegen! Hm, wir gehen dort mal schauen, tatsächlich liegt hier ein französisches Segelboot. Wir stellen den Menschen im Cockpit ein paar Fragen über Wassertiefe, und ob wir evt. ins Päckchen gehen können. Da erscheint der Bootsbesitzer von unten und schimpft seine Crew aus auf flämisch. Leider ist gerade viel zu viel Krach, das ich nichts verstehe. Uns erzählt er dann, hier dürfte eigentlich niemand liegen, er würde die Fischer dafür schmieren, das er dort liegen dürft und schickt uns weg! So ein Ars….och haben wir schon lange nicht mehr getroffen, seine Lügengeschichte glauben wir im dann auch nicht. Heute Mittag dann haben wir uns vor ihn an den Steg gelegt. Eigentlich hilft man sich unter Seglern, so wird es immer gehandhabt, hier aber hilft niemand beim festmachen, der Franzose kuckt nur böse… Jetzt liegen wir im schönsten Hafen in Gallipoli, und es ist sogar umsonst! Jetzt fehlt nur noch ein netter Nachbar….

 

 

 

 

13.08.2016 – Die Rache der Italiener

Was trägt jeder Italiener gerne, egal ob er auf dem Steg telefonierend auf und ab geht, oder auch gerade beim Abendessen im Cockpit sitzt?? Natürlich den Bademantel. Man sieht sie überall, scheinbar hat jeder, egal welchen Geschlechts, so ein praktisches Ding im Gepäck! Als wir in Othoni ankern, beobachten wir, wie ein Mann von der Stiefelhalbinsel im Bademantel ankert, klar, auch das geht! Wir finden das sehr komisch, später kommt sein Kollege noch dazu, natürlich auch im farblich passenden Morgenrock!. Othoni ist die westlichste griechische Insel, von der aus wir aus nach Leuca am italienischen Stiefelabsatz segeln wollen. Seit Tagen beobachte ich die Wettervorhersage, um herauszufinden, wann und ob es mal keine westlichen Winde im Ionischen Meer gibt. Freitag, Samstag, Sonntag scheint es so was zu geben, allerdings mit Windstärken von 5 bist 6 BFT. Segelguru Jimmy Cornell sagt, die Windstärke ist Nebensache, die Richtung muss stimmen. Er muss es ja wissen, schließlich hat er ja bereits x-mal die Welt umrundet. Also wollen wir es wagen. Noch einmal auf griechischen Gebiet ankern, dann soll es die 50nm nach Italien gehen. Nachts liegen wir beide wach, in der Bucht kracht eine Böe nach der anderen durch Ankerfeld. Ich beschließe, wenn ich schon wach bin, dann kann ich auch reisen! Also gehen wir um 1:30h Ankerauf und verlassen die Bucht. Draußen kachelt es ganz anständig, es hat 5BFT, allerdings aus einer etwas anderen Richtung, natürlich kommt der Wind von vorn, aber 50° am Wind sind gut zu segeln mit der gerefften Genua, anyway scheint dafür gebaut, ob die Peripherie hält muss sich aber noch zeigen. Der Wind nimmt zu, wir sind alleine im Ionischen Meer unterwegs, nur zwei Fähren, oder waren es Kreuzfahrtschiffe kreuzen unseren Weg, als dann die Reffleine für die Genua reißt, sofort rollt die Genua ganz aus. Ich krabbele im vollen Geschirr aus Rettungsweste und Lifebelt nach vorne und kürze die Leine und wickel sie wieder auf, wir können wieder Reffen. Der Wind nimmt zu, die Wellen wachsen, in Böen haben wir sicherlich 7BFT, aber wozu wollen wir das wissen, wir schauen nicht auf den Windmesser, wir haben anders zu tun, denn der Autopilot ist hoffnungslos überfordert mit dem Seegang, wir müssen Rudergehen! Den Kurs können wir halten und so machen wir gut Strecke nach Leuca als Sandra entdeckt, das der vernähte Ring, der die Genuaschot am Vorsegel hält, beginnt auszureißen. Unabhängig von einander senden wir beide einen Wunsch ans Universum, sie möge noch ein paar Stunden durchhalten! Das sollte wohl auch funktionieren, wir sehen schon die ganze Zeit viele Sternschnuppen, die zum Teil mit einem wunderschönen Inferno in der Stratosphäre verglühen. Unter Deck scheppert es plötzlich heftig, eine verriegelte Schublade hat das Gewicht ihres Inhalts nicht mehr tragen können, sie fliegt einmal durch den Salon! Später wird es langsam hell und das Licht des Leuchturms in Leuca weicht der Ansicht von Land mit einem Turm drauf. Wir nähern uns Leuca bis auf 3nm südlich an, und wollen zu Hafen aufkreuzen, wir haben bedenken, dass der Motor dagegen ankommt. Doch daraus wird nichts, denn die Öse der Vorschot reißt mit einem Peng ganz aus! Aber das Vorsegel lässt sich nicht einrollen. Offenbar habe ich beim neuen Wickeln der abgerissenen Schot irgendwas falsch gemacht, also wieder nach vorne krabbeln. Ich entdecke meinen Fehler und 10 Minuten später können wir das lädierte Vorsegel einholen. Wir motoren nun doch gegen Wind und Welle an, wir haben den Yanmar unterschätzt, denn wir nähern uns dem Hafen mit knapp 4kts. Wer jetzt denkt, diese Nacht war die Rache dafür, dass wir uns über Italiener im Bademantel bei 30° lustig machen, dem muss ich leider sagen, diese kommt jetzt erst noch: Unterwegs zum Hafen begegnet uns ein Motorboot, die 3 Insassen  beobachten uns, und fahren dann neben uns her, die Guardia die Finanza! Wir winken freundlich, schnell fahren sie weiter, um uns dann aber in den Hafen zu geleiten. Wir legen bei Wind und Böen problemlos im Porto di Leuca an, am Steg stehen schon zwei Finanzbeamte, sie können es kaum erwarten an Bord zu kommen! Wir sind gerade fest, da klettern sie auch schon über das Nachbarboot auf die anyway, weil sie nicht warten wollen, bis wir die Gangway angebracht haben. Sie wollen unbedingt auch nach unten ins Schiff, sitzen dann im Salon am Tisch in einem heillosen Chaos, schließlich haben wir einen heißen Ritt hinter uns und die Schublade…. Documenti, Passaporti, woher wir kommen, wohin wir wollen, wie lange wir bleiben – alles wird auf einem Block notiert, ein passendes Formular hierfür gibt es scheinbar nicht. Dann sind sie auch schon wieder weg, nehmen den Weg übers Nachbarboot, denn einen Gangway gibt es immer noch nicht. Ich bringe sie dann aber an, dann räumen wir erst mal auf, sichern die flatternde Genua und frühstücken erst einmal bevor wir uns zum Schlafen hinlegen. Später gab es dann die leckerste Pizza, die Leuca zu bieten hat, danach fielen wir in einen 13h Schlaf. Heute sind fast alle Probleme schon wieder behoben, die Genua jedoch kann hier keiner reparieren. Wir werden, wenn der Wind nachlässt die Selbstwendefock montieren, und das Genuaproblem erst einmal auf Eis legen…

 

08.08.2016 – Fotosafari

Gegen Mittag fahren wir bei mäßigem Wind, der dann noch einschläft, in Richtung Norden. Unser Ziel ist Korfu-Stadt, doch zunächst fahren wir nach Benitses. Benitses ist ein Touriort mit einer Besonderheit, auch hier gibt es einen unverwalteten Hafen, d.h. man kann hier umsonst liegen. Viele Fisherboote und eine Kaimauer voller Yachten, so beschreibt der Hafenführer die Marina, in der man nur schwer einen Platz finden soll. Wir ankern südlich von Benitses für einen Schwimmstop, nach einer Stunde fahren wir am überfüllten Hafen vorbei – weder Hafen noch Stadt laden zu einer längeren Rast ein. In Korfu-Stadt haben wir einen Liegeplatz in Mandraki reserviert. Letztes Jahr haben wir hier zweimal gelegen, zusammen mit der ‚BEATRICE’ haben wir hier unseren Besuch erwartet und auch wieder in den Flieger gesetzt. Wir haben sogar fast den gleichen Platz wie letztes Jahr. Die Marina im Schatten der Burg ist zwar zentral gelegen, aber die nächtlichen Partys und der unglaubliche Schwell lassen uns nachts schlecht schlafen. Wir beschließen nur 2 statt der 3 geplanten Nächte zu bleiben. Beim Stadtbummel am letzten Tag finden wir zum ersten einen  Supermarkt, in dem nur Heavy Metal läuft. Der Chef und auch die Angestellten sehen entsprechend aus, ansonsten ein ganz normaler Supermarkt mit freundlichem Service, und wir finden die ultimative Taverne! Hier gibt es das übliche Essen wie in jeder Taverne, aber noch viel mehr! Wir bestellen bei dieser Auswahl alles unbekannte Speisen, und es schmeckt herrlich. Am nächsten Tag laufen wir aus, 12nm bis zur Ormiskos Valtou, auch Igouminitsa Creek genannt. Laut Hafenführer ein Idyll mit tollem Sternenhimmel, springenden Fischen und weißen Pelikanen, das alles mit wenigen Touristen! Tatsächlich sind wir zunächst allein in der Bucht außer einem britischen Boot, dann finden sich aber noch 4 weitere Yachten ein. Ob das wohl daran liegt, dass diese Bucht im deutschen Hafenführer so gelobt wird? Egal, wir schwimmen und staunen über die dicken Fische, die vor Freude springen, die Pelikane entdecken wir auch, aber der Sternenhimmel bleibt uns verborgen, da sich über uns ein Gewitter zusammen zieht. Es blitzt, donnert, windet und regnet, nach einer Stunde lässt der Spuk nach. Heute haben wir dann mal richtig ausgeschlafen, wurde auch Zeit nach der Korfu-Zumutung! 

 

04.08.2016 – Ouzo mit Xavier Naidoo

Nachdem die Mücken zwei Tage lang ihre Chance hatten, uns völlig zu zerstechen, legen wir in Mourta ab, und legen 12nm zurück nach Petriti auf Korfu. Wir legen direkt am sehr leeren Steg an, Matt und Emma von der CREO helfen beim Anlegen, sie sind die nächsten Tage unsere Nachbarn. Eine Stunde später legt Pierre an, er hat wegen des Seitenwindes so seine liebe Not die Oceanis an den Steg zu bringen. Als Dank für unsere Hilfe bietet er uns, na was schon, einen Ouzo an. Wir lehnen erst einmal dankend ab, es ist gerade erst 14h! Petriti ist ein kleiner Fischerort, und so wird hier der Mond noch mit der Stange weiter geschoben, doch das ändert sich sehr schnell, wenn eine Flottille anlegt, wie wir in den nächsten Stunden erfahren müssen. Der Steg ist mit jungen Erwachsenen besetzt, jeder hat eine Bierdose in der Hand, von irgendeinem Boot dröhnt Musik. Mittlerweile ist es 19h und Pierre lässt nicht locker, so gehen wir zu Pierre und seinem Mitreisenden Miu an Bord, um einen Ouzo zu trinken. Miu ist Vietnamese und sieht Xavier Naidoo recht ähnlich, wenn er seine Mütze trägt. Wir quatschen eine Stunde so gut es geht, Pierre als Franzose spricht nur wenig Englisch, unsere Französischkenntnisse sind ähnlich bescheiden, Miu muss dolmetschen. Später, als der Sirtaki aus der Taverene nicht nur die Flottille zum Tanzen animiert, sondern auch alle anderen wach hält, gehen wir ins Bett und schlafen sehr gut! Den nächsten Tag verbringe ich damit, am Boot zu arbeiten, und später dann beobachten wir, wie Jean-Paul von der Bavaria drei Boote weiter durch die Bucht schnorchelt und einen kleinen Sack an seiner Seite füllt. Er sammelt Schnecken unter Wasser ein. Wie er uns erklärt, wird dies sein Abendessen. Offenbar eine französische Spezialität: Die Schnecken 5 Minuten in Wasser kochen, dann vom Herd nehmen. Später die Schnecken aus dem Haus pulen und mit Mayonnaise essen, dazu ein Weißwein – Superbe! Allen staunenden Umstehenden denen er dies erklärt sind sich einig: Sowas schmeckt nur Franzosen! ...und so ist es wieder soweit, wir vergessen und genießen die Zeit gleichermaßen.

 

31.07.2016 – Der erste Besuch an Bord

Von Preveza aus machen wir uns am nächsten Morgen zeitig auf. Unser Ziel ist Mourto bei den Sivota Inseln. Dies ist scheinbar der nächste Hafen beim Hotel, in dem unsere ersten Heimatbesucher wohnen. Zunächst segeln wir mit Rauschefahrt Richtung Norden. Der Spass währt aber nur eine knappe Stunde, dann geht der Wind ganz aus, und wir motoren weiter. Als der Wind wieder erwacht, passt die Windrichtung zunächst nicht ganz, aber mit gesetztem Groß und Motor kommen wir gut voran, und nachdem wir die Ecke bei Parga umrundet haben, können wir den Motor abstellen und unter Vollzeug unsrer Fahrt fortsetzen. In Mourto angekommen, telefoniere ich kurz mit Daniel, und wir besprechen die Einzelheiten. Am nächsten Morgen ankern wir am Strand und lassen unser Dinghy zu Wasser, Aussenborder dran, und ich fahre zum Strand, um die vierköpfige Familie abzuholen. Den Tag über verbringen wir in zwei Buchten, und es wird vor allem eine Menge mit Sandra Standuppaddel-Board angestellt. Am späten Nachmittag setzen wir die vier wieder vor ihrem Hotel aus. Dann fahren wir zwei Buchten weiter, hier in Arilla gibt es einen kleinen Hafen. Wir wollen sehen, ob wir dort von der Tiefe hinkommen und ob dort Platz ist für uns. Vorsichtig fahren wir zum Kai, Platz ist genug und unser Echolot zeigt 2,20m an, als wir festmachen. Am nächsten Morgen kommen die vier zu Fuß nah Arilla, und wir machen uns auf nach Paxos zu fahren. Eigentlich sollte laut Wetterbericht ein schöner Wind aus NW wehen, aber wir müssen doch den Motor bemühen, in die Badebucht zu kommen. Hier wollen wir eigentlich bis 17:00h dem Badespass frönen, aber kurz nach 3 werden wir ganz langsam vertrieben, der Anker rutscht! Wir holen ihn ein, und fahren jetzt schon nach Gaios, Paxos Hauptstadt, wo wir übernachten wollen. Zunächst scheint es keinen Platz zu geben, denn der Kai der Ausflugsboote wird eben erst um 17:00h für Yachten frei gegeben. Dann entdecken wir einen freien Platz, der allerdings kaum Anlauf bietet, den Anker auszubringen und es herrscht guter Seitenwind. Wir schaffen es in die Lücke, aber die Kette läuft ganz schön schief! Macht nix, unser Nachbarboot will gleich los, dann können wir uns verholen. Dabei jedoch löst sich unser Anker, die Kette war einfach zu kurz! Da wir mittlerweile kurz vor 5 haben, fahren wir noch mal zum Kai der Ausflugsdampfer, und beschließen dort fest zu machen. Als das Boot dann fast drin ist versagt unsere Ankerwinsch! Wir bringen das Boot nach lösen der Kupplung an seinen Platz! Offenbar war die ganze Ankerrei zu viel für die Winsch, ähnlich wie letztes Jahr in Katakolo. Ich entferne den Deckel vom Getriebe, und bearbeite mit dem Kunstoffhammer die Welle des E-Motors, nach drei Schlägen läuft er wieder, die durch die Hitze verklemmten Kohlen sind nachgerutscht. (Gibt es eigentlich keine wassergekühlte Ankerwinsch??) Beim Zusammenbau entdecke ich, dass eine der Getriebenwellen eingelaufen ist. Dies bedeutet eine deutlich höhere Anstrengung für den kleinen Motor, also sollte man diese ersetzen. Aber woher jetzt und hier eine gehärtete 6mm Welle nehmen? Nach ein paar Überlegungen schneide ich mit Daniels Hilfe und der Flex das untere Stück eines 6mm Bohrers ab, und entgrate es. Flux ist das kleine Getriebe wieder zusammengebaut, und die Ankerwinsch läuft wieder. Während dieser Reparatur gab es großes Hafenkino: Zwei Boote einer Flottille schmeißen ihren Anker so falsch, dass ihre Ankerkette nach festmachen am Steg 4 oder 5 Ankerketten anderer Boote kreuzt. Es gibt übelste Beschimpfungen, und fast eine Schlägerei. Am nächsten Morgen haben wir dann den Ankerkettensalad, denn natürlich legt nicht der als erstes ab der als letztes kam. Wir lassen uns Zeit, und als alle Querketten weg scheinen, fahren wir tatsächlich unbehelligt aus dem Hafen. Wir fahren in die nächstbeste Bucht, schmeißen wieder den Anker raus (problemlos!), und ziehen die Badesachen an. Ein paar Stunden wird geschnorchelt und natürlich Sandras Board weiter getestet…. Gegen 3 heißt es wieder Anker auf, wir segeln zurück zum Hotel, wo wir uns von unseren Gästen verabschieden. Wir machen uns auf in Richtung Norden, Korfu ist schon in Sichtweite………..       

 

 

 

26.07.16 – Angst vor der Fähre

Irgendwann war es dann soweit, wir wollen Port Athenia verlassen. Dave und Pauline haben noch eine besondere Überraschung für uns, sie laden uns in ihre Lieblingsbar ein. Bevor wir ablegen stiefeln wir in der prallen Sonne hinauf auf den Berg, am Dorf vorbei, um hinter dem Dorf in eine Bar einzukehren. Nach einigen Erfrischungsdrinks geht es zurück zum Steg, wir erbeten 10 Minuten zeit, bis wir zum ablegen bereit sind und machen das Boot zum auslaufen klar. Der Abschied fällt uns allen schwer, aber auch unsere britischen Freunde wollen am nächsten Tag weiter, wir wissen, und es soll ja auch kein Abschied für immer sein. So legen wir ab und fahren nach Norden, um genau zu sein nach Palairos. Hier ist ein Steg, der nur von Samstag auf Sonntag belegt ist, weil dann eine Charterflotte hier ihren Stützpunkt hat. Wir finden sofort eine freien Platz am Steg, und bleiben für drei Nächte hier. Der Ort ist nicht weiter erwähnenswert mit einer Ausnahme: es gibt ein indisches Restaurant, es soll sehr gut sein und ist die willkommene Abwechselung zur griechischen Küche. Sofort am ersten Abend finden wir uns im Restaurant „Panorama“ ein und essen köstlichen Spinat, Reis und Hünchen mit viel Curry und teilweise recht scharf. Auch am zweiten Abend finden wir uns dort wieder, aber dann ist es auch gut, wir wollen es ja nicht übertreiben. Samstags dann legen wir gegen Mittag ab, und fahren in eine sehr lebhafte Bucht mit Beachbar, die Technomusik und der Generator den wir hören, als die Musik ausgeht lassen leider die Romantik auf Null sinken, aber wir sind tapfer und verbringen dort die Nacht! Tags drauf geht es Nachmittags nach Lefkas. Wir sind immer dran vorbei gefahren, da der Hafen sehr unansprechend auf uns wirkt. Aber, andere Segler empfehlen uns, dort einmal Rast zu machen, die Stadt zu erkunden. Im Hafen angekommen herrscht starker Wind mit anständigen Böen. Ich beschließe, dass wir im Hafen ankern, denn rückwärts anlegen mit Anker und heftigem Seitenwind muss nicht unbedingt sein. Evt wollen später, wenn der Wind abflaut noch an die Kaimauer gehen, Platz gibt es genug. Wir begreifen aber sehr schnell, dass hier die Hauptstrasse langgeht, also lieber weiter am Anker hängen, mit Abstand zur Hauptverkehrsader! Hier halten wir es zwei Nächte aus, und erkunden die Stadt. Am ersten Abend ist hier ein Fest, das „Kanalfest“. Es sind scheinbar alle auf den Beinen, einige haben historische Kostüme an, es wird etwas aufgeführt. Die griechische Sprache lässt uns aber nur erahnen, um was es dabei geht. Lafkas ist Erdbeben geschüttelt, und entsprechend werden heute erdbebensichere Häuser gebaut. Diese Häuser sind im Erdgeschoss, evt auch noch im ersten Stock gemauert, aber darüber finden sich noch ein bis zwei Etagen aus Holz, gerne mit Wellblech verkleidet und dann bunt angestrichen. Wir waren beide noch nicht dort, aber es erinnert uns an New Orleans, so muss es dort wohl aussehen…? Jedenfalls lohnt es sich, dort mal anzuhalten – Danke an unsere Segelbekanntschaften! Heute Mittag dann hieven wir den Anker aus dem schlammigen Hafenbecken und fahren gegen 10 vor 12 zur stündlich öffnenden Brücke, die die Insel Lefkas zur Halbinsel macht. Als wir an der Brücke ankommen, öffnet diese auch gerade, absolut pünktlich. Doch was ist das??? Uns kommt eine Fähre entgegen, etwa so breit, wie die betonte Wasserstrasse auf der wir uns befinden. Was nun? Wo sollen wir hin? Einfach am Rand stehen bleiben geht nicht, denn wir haben anständigen Seitenwind, der uns ganz schnell vertreiben auf Land schieben würde. Ich kann aber nirgends hin, da die Fähre das Loch, das die offene Brücke gelassen hat kpl ausfüllt. Ich wende unter Mithilfe des Bugstrahlruders in der engen Wasserstrasse vor der sich nähernden Fähre und fahre ganz weit links, und lasse uns die Fähre überholen. Danach wende ich abermals und fahre Richtung Brücke. Im Nachhinein wir uns klar, das dies die einzige Möglichkeit war, diese Aktion unbeschadet zu überstehen – Puh!

Knapp 1,5h später schon laufen wir unter Segel in die Bucht von Preveza ein, bergen noch das Vorsegel und machen für eine Nacht in der Marina fest.   

 

19.07.2016 – Arbeitslohn: Alkohol!

Die Zeit vergeht, und wir kriegen nicht die Kurve, von hier zu verschwinden. Vorgestern fragte mich Dave, ob ich nicht mal schauen könnte, warum er beim Laden mit Solar- und Windstrom einen großen Spannungsabfall im System hat. Ich nehme mein Multimeter, und schaue mir die Verdrahtung an. Er benutzt den gleichen Regler wie wir, und so weiß ich, wie er funktioniert. Der Fehler ist dann auch schnell gefunden, die Sicherung um Pluskabel hat arge Kontaktschwierigkeiten. Mit diesem Problem fuhr er schon ein Jahr herum, er hatte die Anlage letztes Jahr zusammen mit Jakob in Licata montiert, und das Problem war von Anfang an da. Später dann ist seine Ankerwinsch dran: Hier diagnostisiere ich einen Kabelbruch in der Fernsteuerung. Obwohl ein anderes Fabrikat verbaut ist, hat seine Fernsteuerung das gleiche Problem wie unsere letztes Jahr. Als Arbeitslohn gibt es eine Flasche Ouzo! Das erinnert doch sehr an letztes Jahr, wo ich im Nachbarboot Startprobleme durch ein neues Massekabel löste, und als Dank auch schon eine Flasche Ouzo bekam. Gestern dann machte ich an unserem Motor einen Ölwechsel und inspizierte den Impeller. Nach ca. 1000 Motorstunden erschien er mir dann doch verschlissen genug, um ihn zu ersetzen. Unterdessen macht sich draußen eine Menge Lärm breit, Menschen schreien, rufen, alle durcheinander und Motorgeräusche. Ich bin fast fertig, als ich draußen gucken gehe: Auf den Nachbarbooten stehen Menschen, die dem Stahlboot zurufen, es beschimpfen, das mit ausgelassener Ankerkette vor unseren Booten auf und abfährt. Das Paar auf dem Stahlboot schimpft zunächst zurück, später schweigen sie aber und die Frau am Bugkorb lacht. Ich zücke das Handy und Filme, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht. Unterdessen scheint der Anker des auf und abfahrenden Stahlbootes unser Ankerfeld aufzumischen und raus zu reißen, sind die beiden irre? Bei unserem dänischen Nachbarboot gar spannt sich die Kette so sehr, dass sie parallel zu Wasseroberfläche verläuft! Das ist zuviel für mich. Ich klettere in unser Beiboot, das mit Außenborder an die Reling geleint ist, und fahre zum Stahlboot. Als ich mich dem Boot nähere, sehe ich wie abgeritten das Boot und auch die Mannschaft ist. Ich erkläre ihnen mit Engelszungen, dass gerade dem dänischen Boot die Ankerwinsch rausreißen. Sie erklären mir, dass ein deutsches Boot (Belgische Flagge!) ihnen den Platz am Kai weggenommen hat, und sie deshalb so wüten sind. Ich überrede sie, den Anker einzuholen und verspreche ihnen zu helfen. Dann jedoch versagt die Ankerwinsch den Dienst, Offenbar eine Kabelbruch in der Kabelfernsteuerung….? Ich fahre zurück zum Kai, und erkläre die Sachlage. Anschließend baue ich den neuen Impeller ein, damit unser Motor zu benutzen ist, falls unser Anker nicht mehr hält. Daraufhin bittet mich eine englische Frau, die Stahlbootcrew zu überreden am Kopfende des L-förmigen Kais festzumachen. Ich fahre rüber, nehme eine Leine vom Stahlboot mit, gebe sie am Kai ab, wo dann 4 Mann ziehen, und schiebe mit unserm Beiboot den Stahlkahn gegen den Wind Richtung Kai. Als das Boot fest ist, fällt allen ein Stein vom Herzen, bis auf den Dänen: ihr Anker ist noch lose, und Sandra hat die beste Idee: Ich und der Däne fahren mit unserm Beiboot raus, der Ankerkette folgend, und hieven den Anker aus ca. 6 Meter tiefe ins Dinghi. Wir fahren ihn dann möglichst weit raus und lassen ihn wieder fallen. Die Dänin an der Ankerwinsch zieht die Kette ein, bis der Anker sich eingräbt. Ähnliche Manöver hatten wir in Sivota bei den Flottillen beobachtet, wenn der Anker mal nicht hielt. Als Lohn für meine Mühe gab es eine Flasche Weiswein vom dänischen Schiff und eine Dankeschön und eine Entschuldigung vom Stahlschiff!     

 

16.07.2016   -  Ein wenig Abseits vom Trubel

Vor ein paar Tagen, (ja soweit ist es nun doch gekommen, wir verlieren jegliches Zeitgefühl!) haben wir dann Sivota verlassen. Bettina und Friedel hatten uns in Pilos den Tipp gegeben, mal in der N/O-Bucht von Meganisi, in Port Atherinos festzumachen. Zunächst wollen wir aber noch an einen Restaurantsteg in der Bucht von Vathi, der Hauptstadt auf Meganisi. Wir erreichen dieses Restaurant um 12:15h, aber der Kellner schickt uns wieder weg, es ist alles voll, er hat keinen Platz. Nun, voll sah das gar nicht aus, aber er hat wohl noch mindestens  ein Dutzend Reservierungen, so mutmaßen wir, wahrscheinlich 1 oder 2 Flottillen, soviel Platz wie da noch war. Also fahren wir direkt 3 Buchten weiter, nach Port Atherinos. Viel Hoffnung haben wir nicht, so überlegen wir schon, wieder eine Bucht zurück zu fahren, um in „unserer Bucht“ zu ankern. Denn hier haben wir letzten Herbst und auch bereits vor ein paar Wochen ein schönes Plätzchen gefunden. Aber es kommt alles ganz anders: wir finden nicht nur einen Platz, wir finden sogar einen am Steg. Hier ist das Liegen kostenlos, es gibt auch kostenlos Strom, den wir dank Solaranlage ja gar nicht brauchen. Wasser kostet 5,-€ einmal Wassertank füllen beim Bar- und „Supermarkt“-Besitzer. Hier vor Ort gibt es zunächst einmal nichts, außer der Bar und dem Minimarkt, aber gut was braucht der Mensch? Fußläufig oder auch mit Beiboot kommt man zum Strand, zu Fuß braucht man 20 Minuten in ein Dorf mit 3 „Supermärkten“ und 2 Tavernen und 2 Bars. Es gibt einen „Gastarbeiter“ aus Lefkas (Nachbarinsel), der zwei hölzerne Fischerboote saniert. Er arbeitet täglich von früh bis spät an den alten Kähnen und ersetzt morsches Holz. Hin und wieder legt jemand an oder ab, oder der englische Nachbar, der seit 3,5 Jahren hier rumhängt sucht seine Katze – das sind die Highlights des Tages, also einfach nur schön und genau richtig die Zeit zu vergessen…..   

Und man glaubt es kaum, wir treffen hier ein paar alte Bekannte wieder: Dave und Pauline, die wir letztes Jahr in Katakolon kurz kennen gelernt hatten, liegen ein paar Boote weiter. Heute haben wir dann festgestellt, das wir einen gemeinsamen Bekannten haben: Jakob von der INVIRI. Jakob hatten wir 2014 in Gibraltar aus den Augen verloren. Wo er jetzt ist, wir wissen es nicht!

 

 

 

Oben der "Admiral" einer Flotille, da wo der hinfährt sollte man nicht hinfahren, denn da fährt auch die Flotille hin, d.h., da wird es voll und laut! Unten: Mit den Füssen im Wasser lässt es sich aushalten!

12.07.2016 – Der Sommer ist da, es ist einfach nur noch Voll und Heiß!

Von Vathi auf Ithaka wollen wir nur eine Bucht weiter: Kioni heißt der Ort. Leider kommen wir nach 12:00h an, und es gibt keinen Liegeplatz mehr. Also noch eine Bucht weiter nach Frikes. Hier dasselbe, alle Liegeplätze besetzt. Wir beschließen 10nm nördlicher nach Lefkas zu fahren, nach Sivota. Unterwegs ist total viel Verkehr, dreimal haben wir die Situation „Wo fährt der hin, wer hat Vorfahrt, woher kommt der Wind, wer segelt auf dem BB-Bug?“. Wir fahren mit 4 weiteren Schiffen zusammen in die Bucht von Sivota ein, der Strom aus Booten nach uns reißt nicht ab. Kaum in der Bucht fahren wir sofort nach links und entdecken einen Platz, der eigentlich etwas zu schmal für uns ist, aber wir zögern nicht diesen Platz zu nehmen, da dieser Platz gerade auch von zwei anderen suchenden Booten entdeckt wird. Mit tatkräftiger Hilfe der Nachbarschiffe bekommen wir anyway an ihren Platz, das BB-Schiff verlegt sich noch etwas, und wir haben einen guten Platz! Als Anleger gibt es eisgekühlte Zitronenlimonade mit Eiswürfeln, das kam gerade recht! In den nächsten 3 Stunden kommen noch Unmengen von Booten rein, kaum noch jemand, der einen Platz am Kai finden, viele gehen in der Bucht vor Anker. 

 

10.07.2016 – Kefalonia

Kefalonia kann uns nicht begeistern: Argostoli die Hauptstadt ist nach dem großen Erdbeben 1953 kpl neu aufgebaut worden, wie fast alle Ortschaften auf der Insel. Der Ort wirkt irgendwie schäbig, und man hat den Eindruck, ein neues Erdbeben kann nicht schaden. Poros heißt der Ort, den wir letztes Jahr und auch dieses Jahr aus der Not heraus noch einmal besucht haben, auch hier war kein Charme zu entdecken. In Argostoli gibt es zwei Möglichkeiten mit einer Yacht fest zu machen: 1. Am Stadtkai, hier sind Bauarbeiten im Gang und die Hauptstrasse führt vorbei. 2. Die nie fertig gestellte Marina, Schrottkähne wurden vor geraumer Zeit hier abgestellt und vergessen, es gibt nichts, man ist mitten im Nirgendwo. Wir entscheiden uns für die Marina! Zunächst liegt ein zweites bewohntes Schiff mit uns am Betonkai, aber nicht lange, dann legen die Belgier ab. Wir lassen uns nicht beirren und gegen frühen Abend machen wir uns zu Fuß auf in die Stadt. Ca. 15 Min Fußmarsch über eine lange Fußgängerbrücke, die die EU finanziert hat (3,14 Millionen €!), und wir sind in der City. Hier gibt es eine Fußgängerzone mit vielen aktiven Geschäften, Huch! Jedenfalls macht die Fußgängerzone einen besseren Eindruck als die in RY! Wir stimmen uns schon mal auf den Herbst ein, wenn wir wieder nach Italien wollen und essen eine Pizza. Heute dann um 7:00h ging es weiter nach Ithaka. Hier haben wir vor eine paar Wochen eine Starkwindphase ausgesessen und das Leck im Boot gesucht und gefunden. Die Anreise heute verlief bis auf 40 Minuten segeln nur unter Motor bei wenig Welle unspektakulär. Gegen Nachmittag hielten wir dann 2 Buchten vorher an und machten einen Badestop.                                                                                                                   

07.07.2016 – Zum fotografieren bitte hinten anstellen!

Nachdem wir gestern verdient gefaulenzt haben, sind wir heute mit einem Mietauto in den Norden der Insel Zakynthos gefahren. Hier wollen wir das beliebte Ziel ‚Smugglerscove’ oder ‚Shipwreckbay’ genannt, besuchen. Außer uns haben noch hunderte andere Menschen diese Idee, und so bewegen sich mindestens 3 große Ausflugsboote aus unserem Hafen und Unmengen von Quads, Moped und Leihwagen sich in Richtung Norden. Wir fahren durch Ortschaften, die sich fast nur aus Tavernen und Souvernierständen bestehen, vereinzelt dazwischen noch Gemüsestände. Zunächst fahren wir nach Porto Vromi, von hier werden wir auf ein Boot steigen und die Bucht von Wasser aus besichtigen. Die Bedingungen sind recht rau, viel Schwell lässt das ‚Glassbottomboat’ heftig schwanken, so dauert es nicht lange, bis die ersten Passagiere über der Reling hängen. Als wir dann, wie bereits beim Ticketverkauf angekündigt, nicht in der völlig überfüllten Bucht mit heftiger Brandung festmachen, gibt es viele Seekranke, die sich darüber beschweren, sie wollen einfach nur wieder festen Boden unter den Füssen haben! Auf der Rückfahrt fahren wir dann in einige Höhlen und wir staunen nicht schlecht, was die Crew bei diesem Seegang für Manöver fährt, haarscharf in der Höhle wenden etc. Dann fahren wir zum Baden an unserer Ausgangsbucht vorbei, in eine ruhige Bucht zum ankern. Hier gehen einige schwimmen, einige Seekranke kommen aber aus ihrem Koma nicht raus… Nach dieser Bootsfahrt fahren wir mit dem Mietauto noch einige Kilometer weiter nördlich zum Aussichtspunkt, von wo aus man die Bucht von Land aus einsehen kann. Wir kaufen unterwegs etwas Gemüse ein und als wir am Aussichtspunkt ankommen, soll man sich anstellen, um zu fotografieren, ich mache aber meine Fotos von einer anderen Klippe aus, die ohne Geländer ist. Meine Höhenangst erwacht sofort! Auf dem Rückweg nutzen wir den Mietwagen, um in einem Supermarkt unsere Vorräte aufzustocken. Morgen wollen wir eine Insel weiter, nach Kefalonia.                                                         

 

06.07.2016 – Weniger Ortswechsel, dafür längere Verweildauer

Unsere Stegnachbaren Bettina und Friedel schlagen vor, dass wir zusammen die Festungsanlage in Pilos besichtigen. Eigentlich wollten wir Montagmorgen gegen 6:00h ablegen nach Zakynthos. Unser neuer Reiserhythmus ist es, längere Distanzen zu segeln und dafür länger an einem Ort zu blieben. Unser nächstes Ziel ist 68nm entfernt: Zaknthos-Stadt. Auf unserem Weg Süd haben wir hier bereits einige Tage Halt gemacht, und mit Motorrollern die Südseite der Insel erkundet. Aber das Wetter scheint Dienstag etwas günstiger, deshalb machen wir uns gegen 11:30h auf, die Festungsanlage zu besuchen. Eigentlich wollten Bettina und Friedel bereits Sonntag auf die Festung, aber laut Reiseführer ist Sonntag Ruhetag. Aber es ist Montag Ruhetag, so steht an der geschlossnen Türe. Obwohl die Türe nicht verschlossen ist, werden wir sofort gestoppt, und am Eintritt gehindert. So kommt es, dass wir die Burg nur von außen sehen….. Gesternmorgen dann, sind wir um 6h aufgestanden und Richtung Zakynthos gesegelt, so gut es ging, denn zunächst war nur wenig Wind, bei reichlich Welle. Die Welle legte sich und der Wind gesellte sich dann auch bald dazu, leider kam er, wie so oft in letzter Zeit, meist genau von vorn, weshalb wir viel aufkreuzen mussten um an unser Ziel zu gelangen, darüber wurde es dann 20:30h bis wir in Zakynthos festmachen konnten.                                                                                                                                  

01.07.2016 – Verdiente Ruhepause

Stefan, den wir in Kythera kennen gelernt hatten, ankert 2 Boote weiter neben uns. Er kommt vorbei geschwommen und klettert an Bord. Wir quatschen etwas und später als der Wind sich dreht, schlagt er vor, in die Bucht auf der anderen Seite der Insel Elafonissi zu wechseln. Tatsächlich ist es hier viel ruhiger, und so finden wir mehr Erholung als die Nacht zuvor. Am nächsten Tag ist Stefans Boot verschwunden, wir erhalten eine SMS, er hat kurzfristig beschlossen gegen 6h abzulegen und um das Kap in die Kykladen östlich von uns zu segeln, OK! Wir beschließen noch eine Nacht zu bleiben, und nachts heult wieder der Wind, aber er kommt jetzt ablandig, was unsere Nerven nicht so strapaziert. Tags darauf wagen wir es, und machen uns Richtung Westen auf. Der Wind steigert sich auf 5BFT, und wir kreuzen zu unserm Ziel: Porto Kagio. Wir können sogar unseren alten Platz ergattern, und versuchen mal eine andere Taverne, im TV: Fussball-EM, D gegen Slowakei. Die Wirtin ist Slovakin uind wir flachsen mit ihr, das Spiel endet 3:0 für D, was unsere Tavernenbesitzerin nicht die Freude nimmt. Später in der Koje gibt es wieder diverse Fallböen und einen Nachbarn (diesmal Italiener), der uns in Atem hält. Am nächsten Morgen geht es um 6:00h los, denn morgens ist scheinbar weniger Wind. Wir kommen allerdings nicht weit, nach Umrunden des Kaps gibt es wieder Wind satt auf die Nase, so dass wir später statt Methoni Koroni als Ziel wählen, da wir dorthin weniger kreuzen müssen. Zuvor überholt uns aber noch ein hoch modernes Segelboot aus Malta unter Motor. In Koroni beschliesen wir auf der Nordseite vor der Stadt zu liegen, da es dort einen recht guten Supermarkt gibt, und unser Kühlschrank ziemlich leer ist. Und obwohl der Wind uns die ganze Zeit um die Ohren pfeift, schläft er 3nm vor Koroni komplett ein, wir müssen motoren. 30 Minuten, nachdem wir den Anker geworfen haben, darf er auch schon beweisen was er kann: 30kn Wind in der Ankerbucht, der Anker hält zwar, aber es nervt einfach nur noch: zunächst kein Wind und dann von hier auf jetzt 30kn… wir beschliessen den Supermarkt sausen zu lassen, und südlich von Koroni am Strand zu ankern, also wie schon so oft. Auch hier pfeift der Wind ähnlich, aber ablandig und wir haben einfach mehr Platz. Abends schläft der Wind ein, und wir werden auch nur einmal wach, weil es eine saftige Fallböe gibt. Eigentlich wollen wir noch eine Nacht bleiben, aber kurz entschlossen legen wir gegen 9:00h ab. Wir wollen nach Methoni, oder wenn es gut läuft Pilos. Kaum haben wir die Bucht verlassen, geht es wieder los, zunächst muntere 4BFT, dann später auch 5BFT, Kurs hoch am Wind. Wir beschließen nicht zwischen Insel und Festland durchzufahren, sondern außen um die Inseln rum zu segeln, da es teilweise sehr eng ist im Kanal (da wo die Windhose war!). Der Plan ist gut und der Wind ist auch nicht mehr so stark hier draußen. Wir machen gut Strecke durch einen großen Holeschlag, und segeln dann Richtung Norden, Richtung Pilos und auch Methoni. Plötzlich geht der Wind aus, von 4BFT auf 0, wir schmeissen entnervt den Motor an, aber kaum brummt der Yanmar-Diesel, da ist der Wind wieder da, allerdings deutlich westlicher, weshalb wir nicht mehr so hoch am Wind segeln müssen. Und so erreichen wir 1,5h später ganz entspannt Pilos – Super, warum nicht gleich?! Der Nicht-Segler fragt sich vielleicht, warum der Wind so nervt: Es nervt wenn der Wind immer wieder daher kommt, wo man hin will, dann muss man nämlich kreuzen. Kreuzen ist aber ziemlich doof wenn man zu wenig Wind hat oder wie bei uns im Moment gerne, zu stark ist, denn dann hat man viel Welle, die einen total ausbremst beim Hoch am Windkurs. In Pilos finden wir einen sehr guten Platz, und hier im Hafen liegen wir sehr ruhig und können den Schlaf nachholen, der uns die Nächte zuvor abging. Heute haben wir dann einen Ausflug gemacht und die vorgelagerten steilen Inseln besucht. Später haben wir dann vergeblich versucht, mit der geliehenen Nähmaschine vom Nachbarboot einen neuen Moskitoschutz zu nähen, die Aufgabe war zu anspruchsvoll für uns……           

 

 

24.06.2016 - Unwetter bei Nacht

In der Bucht von Paliokstro wird es immer leerer, drei Boote verlassen die Bucht kurz vor Sonneuntergang. Wir vermuten, sie wollen zum nahegelegenen Neapolis an den Fährsteg, dann vielleicht dort in ein Restaurant? Wir bleiben vor Ort mit dem Franzosen, der ja schon in Porto Kagio, erfolgreich das Ankerfeld aufgeräumt hat und einem kleinen anderen Boot. Als wir dann gegen 11h ins Bett gehen, ist alles ruhig und nichts deutet darauf hin, dass ich um 3:15h wieder wach werde, und ich mich frage, warum werde ich jetzt wach? Also gehe ich mal auf die Toilette, wo ich doch schon mal wach bin. Beim Blick aus dem Fenster dort weiss ich, warum ich wach bin: draussen ist es sehr windig und das Wasser ist sehr kabbelig! Dann fällt eine Böe ein und das Boot tanzt an der Ankerkette. Ich gehe raus kontrolliere alles und beschliesse draussen Ankerwache zu halten, nachdem wir alles an Bord gesichert haben, für ein schnelles auslaufen. Im Dunkel sitzend fällt mir auf das der umtriebige Franzose versucht seine Ankerkette zu entlasten, indem er mit eingelegtem Gang und laufenden Motor gegen die Böen anfährt. Dabei schlängelt sein Boot unkotrolliert durch die Bucht, bis die Ankerkette ihn irgendwann wieder stabilisiert. WIr haben bedenken, ob dieses Verhalten einen Zusammenstoss wirklich verhindert, oder eher provoziert, aber von unserem Boot ist er zum Glück weit genug weg.... Nach ca. 1,5h beruhigt sich der Wind ziemlich, und ich gehe ins Bett um dort bis um 8:30h weiter zu schlafen, wieder weckt mich der Wind. Wir frühstücken erst einmal in Ruhe und stellen fest, unser französicher Hektiker hat die Bucht schon verlassen, irgendwann. Wir legen gegen 11h ab und fahren die 7nm nach Elafonissi und liegen hier relativ ruhig im türkisen Wasser. Hier werden wir wohl die nächsten 3 Tage verbringen müssen, bis die Windrichtung für uns wieder günstig ist - wie schade aber auch........... 

23.06.2016 – Bloggschulden

JA, ich habe lange nichts mehr geschrieben hier, also los geht’s:

Was ist passiert in den letzten 2 Wochen? Nach dem Wirbelsturm waren wir eine Nacht in Koroni, am Südufer. Der gewiefte Leser weiß jetzt, das ist die Bucht mit dem Strand, nicht vor der ’Stadt’. Die Stadt war uns immer zu laut, und das Wasser zu dreckig. Hinten rum quasi am Strand ist das Wasser kristallklar und es gibt eine Taverne bei Bedarf, außerdem legen hier die Wasserschildkröten ihre Eier ab – Was will man mehr. Wir waren schwimmen und abends lecker in der Taverne was essen. Tags drauf segelten wir nach Kalamata, eigentlich wollten wir da gar nicht hin, aber wir brauchten eine Waschmaschine, und es gibt dort einen deutschen Supermarkt. Und dann gab es da ja auch noch unsere Ausflüge mit dem Mietauto. Nach einer Woche hatten wir es dann aber satt, und wir machten uns auf in Richtung Süden. Unser erster Stopp war Limeni, nicht schön dort, aber man liegt dort einigermaßen ruhig ohne Schwell und der Anker hält gut. Tags drauf fuhren wir weiter nach Porto Kagio, auch hier fällt dem regelmäßigen Leser sofort auf, dass wir dort schon einmal waren. Beim letzten mal hat es uns gut gefallen, die geschützte Bucht, das leckere Essen und gut in Erinnerung geblieben, die Kellnerin, die Sandra um den Hals fiel, als wäre sie alte Freundinnen. Doch dieses mal kam alles ganz anders! Als wir ankamen war es sehr voll in der Bucht, ein Franzose blickte uns feindselig an, kletterte auf Vordeck und beobachtete genau was wir taten. Wir fuhren ein wenig durchs Ankerfeld und beratschlagen, wo wir ankern können und wo wir ankern wollen. Tatsächlich wählen wir einen Platz neben dem Franzosen, er beobachtet genau wie weit wir von ihm weg sind, und auch dass wir seine Ankerkette nicht mit unserer kreuzen. Niemals hätte er wohl gedacht, dass es ein deutscher wagen kann, neben ihm zu ankern, und vor allem den Mut hat dort zu ankern, denn der Platz ist noch frei, weil man relativ nah an der Küste ankert, wo es flach wird. Als ich im fröhlich zuwinke, schaut er nur böse zurück. Mit der Zeit wird es immer voller und ca. 1h später ist heller Aufruhr in der Bucht: Unser Nachbar hat sein Boot nicht im Griff, sein Anker hat sich gelöst und so schiebt ihn der Wind mit schleifendem Anker quer durch die Bucht. Doch statt den Anker hoch zu holen, rammt der Franzose fast zwei Boote und rupft mit seinem Anker einen weiteren Anker aus dem Boden und die zwei Boote mit ihren zwei Ketten sorgen für eine schönes Chaos. Während das alles passiert, erscheint ein Boot mit belgischer Flagge in der Bucht und legt sich sofort auf den Platz des Franzosen. Kaum hat sein Anker gegriffen, kommt ein kleineres Boot und fährt durchs Ankerfeld. Als der Skipper kurz vor dem belgischen Boot verweilt, ertönt von dort ein deutlicher Pfiff mit der Ansage, hier läge schon seine Ankerkette… Später dann fahren wir mit dem Beiboot zur Taverne, nun wird es spannend, erkennt die Kellnerin Sandra wieder? Die Antwort: NEIN! Auch ist sie nicht besonders freundlich, trotzdem beschließen wir hier zu essen. Und, war das Essen lecker? NEIN! Resümee: das alles hätten wir uns besser gespart! Am nächsten Tag machen wir uns auf nach Kythira. Diese Insel ist bekannt für seine Winde und tatsächlich ist dies der erste Schlag, auf dem wir vernünftig segeln! Wir steuern den Süden an, den dort ist zwar ein relativ ungeschützter Ort, aber immerhin der geschützte der ganzen Insel. Hier haben wir massive Probleme mit dem Anlegen wegen des heftigen Seitenwindes im Hafen, entnervt legen wir einfach längsseits an. Wir treffen Stefan wieder, den wir schon in Preveza kennen gelernt haben. Abends treffen wir uns in einer Kneipe mit ihm zum Fußball gucken, aber wir quatschen mehr als wir schauen, was gar nicht so einfach ist, denn der griechische Musikernachwuchs zeigt 3 Stunden lang lautstark was er kann. Am nächsten Tag klettern wir ähnlich wie auf Zakythos den Berg mit Festung oben drauf. Die Aussicht ist fantastisch. Den ganzen Tag herrscht das Wetter als Thema vor. Wie kommt man von dieser Insel wieder weg? Wir beschliessen Freitag-Mittag unser Glück zu versuchen, erkennen aber heute morgen im Wetterbericht, das es heute noch besser klappen müsste. So starten wir gegen 11h Richtung Norden zurück zum Festland. Als wir in Palaiokastro in die zuvor ausgesuchte Ankerbucht einlaufen trauen wir unseren Augen nicht: Der Franzose ist auch schon da, zum Glück gibt es kaum Wind, der Anker wird wohl halten…….                                                                                                    

 

16.06.2016 - ....auch bis ans Ende dieser Welt....

Gestern um 11:00h war es dann soweit, bzw sollte es soweit sein, wir wollten unseren Mietwagen abholen. Aber der Mietwagenverleih hatte zu, obwohl wir für 11:00h einen Mietwagen gebucht hatten. Ich rief also um 11:03h, nachdem wir gegenüber im Cafe platz genommen hatten, die Nummer an, die groß auf der Schaufensterscheibe steht. Nach eingem Hin- und Her versprach man mir, dass in 10 Minuten jemand mit dem Auto da wäre. Dann erhielt ich noch einen Rückruf, wir sollen uns nicht vom Fleck rühren.....Tasächlich kamen dann zwei von der Verleihfirma, und wir konnten den weissen MIKRA in Empfang nehmen. Zunächst fuhren wir zwar nicht ans Ende der Welt, aber ans Ende Europas, so sagen angeblich die Griechen, bis zum Ende des mittleren Fingers, der der südlichste Punkt des europäischen Festlandes sein soll. Auf diesem Weg lag eine Olivenölmühle, die wir zunächst besichtigten, und natürlich noch ein Fläschchen kaufen. Dann ging es weiter zu einer Tropfsteinhöhle. Durch diese Höhle wird man zunächst mit einem schmalen Boot gepaddelt, später geht man zu Fuss weiter, sehr schön, der Besuch lohnt sich! Dann noch zum bis zum Porto Kagio, hier waren wir letztes Jahr schon einmal mit dem Boot, und wir freuen uns, wenn wir in ein paar Tagen wieder da sind! Tag 2:  Heute dann ging es in die entgegengesetzte Richtung nach Messéne zu einer Ausgrabungsstätte mit einem riesigen gut erhaltenen Stadion. Danach ging noch zu einem Wasserfall bei Kazárma, wo wir unermüdlich trotz hohen Temperturen neben den Wasserfall in der wunderschönen Landschaft hochkraxelten, ohne jedoch je ganz oben anzukommen, irgendwie war das Ende versteckt........ als wir zum Auto zurückkehren, ist der Parkplatz leer, alle anderen Kraxler hatten schon vorher die Nerven blank oder Hunger und sind weggefahren. 

 

 

 

11.06.2016 – Alarm im Paradies!

Aus der riesigen Bucht bei Pylos motoren wir gegen den Wind in Richtung Süden. Als wir die Bucht verlassen, rollen wir die Genua aus und kreuzen, es ist nicht weit nach Methoni. Und so kommen wir dort am frühen Nachmittag an. Wir suchen uns einen schönen Platz hinter der Mauer und werfen den Anker auf 4m Wassertiefe. Das Dinghi haben wir, wie es sonst nicht unsere Art ist, hinter uns her gezogen. Eigentlich brauchen wir nur den Außenborder dran zu hängen, und wir können in die Stadt fahren, aber es wird langsam alt und es lässt irgendwo Wasser rein. So muss ich erst einmal schöpfen, damit wir nicht bis zum Knöchel im Wasser stehen bei der Fahrt. Abends machen wir alle Fenster zu, es sieht etwas nach Regen aus, und überhaupt hat es ja immer mal wieder geregnet in den letzten Tagen. Dann fahren wir mit dem leckenden Beiboot zum Stadtsteg. Als wir ca. 15min das Dorf erkundet haben, gehen wir zurück zum Hafen, und überlegen, in welche Taverne wir nun gehen. Dabei entdecken wir zeitgleich mit einem anderen deutschen Paar, das ein Wirbelwind am Horizont ist, und es so aussieht, als würde es gleich auf jeden Fall regnen. Während das andere Paar noch debattiert, gehen wir zu unserem Gummiboot und fahren zurück zur anyway. Alles wird noch mal kontrolliert und verstaut, der Regen setzt ein, der Wind heult mit 25kn durch das kleine Hafenbecken, alle Segler sind aktiv. Wir beobachten die Windhose, die immer näher zu kommen scheint. Hoffentlich kommt das Ding nicht hierher! Ich glaube mich zu erinnern, einmal gelesen zu haben, dass sie im Mittelmeer nur ein kurzen Leben von ein paar Minuten haben, wollen wir es hoffen! Mittlerweile ändert sich die Form, die Windhose wird etwas konisch wie ein Trichter um dann wieder zylindrisch zu werden, und wie ein riesiger Staubsauger über die Wasserfläche zwischen Insel und Festland zu fahren. Man sieht, wie das Wasser aus dem Meer in den Himmel abgesaugt wird. Dann ändert sich die Form abermals, es wir dünner und bekommt Lücken, dann ist der Spuk vorbei, der Wind lässt nach und auch der Regen wir weniger. Doch dann bemerken wir, dass am Horizont ein zweiter Wirbelwind entstanden ist, aber er scheint weiter weg zu sein, und auch er zerlegt sich relativ schnell. Keine 10 Minuten später bricht die Sonne durch, im Hafen herrscht Flaute, alles ist wieder wie man es sich wünscht. Wir klettern wieder in unser Dinghi, schöpfen den Regen raus und fahren in die Stadt, um endlich was in den Magen zu bekommen……….. Sandra ließt heute im Internet, dass bereits am Mittwoch zwischen Pylos und Patras solch ein Wirbelwind ein Auto von der Strasse geweht hat, zwei Tote ein Schwerverletzter war die Bilanz. Puh, ich glaube, da haben wir noch einmal richtig Glück gehabt! 

 

06.06.2016 – Zakynthos, beim letzten mal zu schnell wieder weg 

Wir mussten zum x-ten mal feststellen, dass wir zu schnell reisen. Deshalb beschlossen wir Zakynthos näher kennen zu lernen. Zunächst waren wir erstaunt, der Platz am Ausgang der Hafenmole war fast fertig gestellt. Sehr schön gelungen mit angeschlossener Fußgängerzone, mit vielen Cafés und Restaurants macht es Spaß hier zu bummeln. Zwei Gedanken schießen uns durch den Kopf: „Wer hat das bezahlt?“ und „Die Griechen sind nicht arm, der Staat mag es sein, aber die Bürger sind es nicht……..“ Am Nachmittag, als die Hitze langsam nachlässt, suchen wir den Fußweg, nehmen aber dann doch die Strasse auf den Berg hinter Zante zum Castel. Von hier aus haben wir eine tolle Aussicht auf Zakynthos Hauptstadt (siehe Bild unten), zurück finden wir den Fußweg runter in die quirlige Stadt. Am nächsten Tag (gestern) mieten wir zwei 50er Roller und erkunden den Süden der Insel. Zum Teil sehr schöne Landschaften wechseln sich ab mit furchtbaren Touristädten durch die wir fahren. Der größte Schock ist für uns Laganas ein Ort voller Trubel. Wir dachten so was gäbe es nur in Spanien. Trotzdem finden wir in der 3nm breiten Bucht viele schöne Abschnitte und so beschließen wir später vor Keri in der Laganas-Bucht zu ankern. Auf dem Rückweg besichtigen wir noch eine Ölmühle. Hier kaufen wir Olivenprodukte Öl, Seife, Creme…. Am Abend nutzen wir noch mal die beiden Motorroller und fahren mit ihnen auf den Berg, um dort die Abendstimmung zu genießen.   

 

 

 

03.06.2016 – Bauknecht oder Miele?

Gestern haben wir uns am späten Nachmittag aus der wirklich schönen Ankerbucht im SO von Ithaka aufgemacht nach Poros auf Kefalonia. Grund war, dass der Wind, nicht wie erwartet ab sondern  zunahm, und wir dem Ankergrund nicht getraut haben. Zwar gab es auf der kleinen vorgelagerten Insel einen Steg, aber laut zwei Hafenführern wimmelt es dort von Ratten, und solche Tiere wollen wir nunmal nicht an Bord! So holten wir kurz entschlossen den Anker hoch und fuhren noch 2h zur Nachbarinsel. In Poros herrscht reger Fährverkehr und viele LKWs warten auf die nächste Fähre, es war eine laute Nacht! Morgens dann, bevor wir losfahren, präparieren wir unsere Waschmaschine: ein einfacher 15l Farbeimer mit Deckel wird mit dreckiger Wäsche, Waschmittel und warmen Wasser gefüllt, dann in den Ankerkasten gestellt. Die Schiffsbewegungen beim segeln besorgten dann das weitere. Nach 4h Fahrt in Zakinthos angekommen wird die Wäsche ausgewaschen und –gewrungen, dann auf die Reling gehangen, die griechische Sonne trocknet alles schnell. Das Resultat kann sich tatsächlich sehen lassen……

 

01.06.2016 - Wasser dringt ein!

Nachdem wir uns in der Ankerbucht ein wenig erholt haben, fahren wir los richtung Süden. Eigentlich soll es in die nächste Ankerbucht gehen, nach Atoko. Atoko ist eine kleine Insel, Östich von Ithaka. Zunächst müssen wir motoren, dann setzt der Wind ein und bei 2 BFT machen wir gute Fahrt. Aber wir kommen immer mehr aus der Abdeckung und es werden ziemlich schnell 5 BFT daraus. Bei weinig Welle machen wir gut über 8 kn Geschwindigkeit, die anyway hat es noch drauf - wir mpüssen uns erst mal wieder dran gewöhnen. Als wir das Inselchen fast erreicht haben entdeckt Sandra Wasser in der BB-Kabine. Ich sauge das Wasser zweimal ab und Sandra später auch nochmal, es ist nicht viel was eindringt, aber irgendwas stimmt da nicht. Wir beschliessen, nicht an der Insel zu ankern, einerseits wegen der 5 BFT, andererseits wegen des Wassereinbruchs. Wir fahren nach Vathi auf Ithaka und ankern einfachhalber im großen Naturhafen, wie viele andere auch. Ich vermute ein Leck unter dem Bodenbrett, wo zwei Bolzen sind, die aussen eine Opferanode halten. Nach der DEmontage de Bretts bestätigt der Verdacht. Wir fahren mit dem Schlauchboot in die Stadt und besorgen ein paar Fieberdichtungen und O-Ringe - Irgendwie wird es wohl dicht zu kriegen sein! Aber als ich die Mutter lösen will, stelle ich fest, sie IST bereits lose. Ich schraube alles fest, und dann ist auch alles dicht, auch ohne Dichtring. Offenbar hat sich bei der Montage der Opferanode der eine Bolzen mitgedreht, und mit ihm die Mutter. Das Wetter hat sich heute wieder etwas beruhigt, vermutlich fahren wir morgen weiter Richtung Zakythos....   

 

30.05.2016 - Endlich geht es los

Freitagmorgen war es soweit, wir wollen den neu gelagerten Rollfurler montieren. Ein echter Horrorjob! Es ist das vierte mal, dass wir das Vorstag komplett lösen, und bislang haben wir das nie zu zweit geschafft. Also haben wir im Vorfeld andere Segler im Hafen angesprochen, uns ggf. zu helfen, falls nötig. Aber, von mal zu mal werden wir schlauer und die ganze Aktion geplanter, so habe ich mir z. B. extra im Vorfeld eine spezielle Schraube angefertigt, die sich besser ansetzen lässt, außerdem haben wir die Ankerwinsch mit einbezogen, so habe ich beim werkeln im beengten Ankerkasten eine Hand mehr frei. Und so schaffen wir das ganze ohne fremde Hilfe – uns fällt ein Stein vom Herzen als diese Arbeit getan ist! Samstag dann montieren wir die Segel, machen das Boot startklar und gehen noch mal richtig groß einkaufen. Sonntag um 11:00h laufen wir dann aus. Durch den Kanal von Lefkas (Foto der SUNSAIL-Flotte) geht es nach Meganisi in die Bucht Porto Spilio. Hier gibt es einen Restaurantsteg, den wir noch aus dem letzten Jahr kennen. Heute dann, sind wir an die Ostseite der Insel getuckert, und haben uns ein schönes Plätzchen in einer Ankerbucht gesucht, die wir ebenfalls aus dem letzen Jahr kennen, endlich Urlaub! 

 

25.05.2016 - Blinde Passagiere

Freitag, einen Tag nachdem anyway ins Wasser gekrant wurde, entdeckten wir im Baum, nahe dem Lümmelbeschlag, ein Vogelnest. Aus dem Nest war der Ruf der Vogelküken zu hören. Was tun? Die Vogelmamma wird das Netz nicht wiederfinden und wir sind ungeeignet und unerfahren um Vögel grosszuziehen, zudem gibt es ja das Gerücht, das Kücken von Menschenhand berührt, von ihren Eltern verstossen werden. Also schoben wir eine Entscheidung vor uns her, und schon am Samstag war es ruhig im Nest, offenbar war dort kein Leben mehr. Heute dann habe ich mich dann daran gegeben das Nest aus dem Baum zu püngeln. Es war gar nicht so einfach die Einzelteile des Nestes durch die kleine Öffnung heraus zu pulen, im Hinterkopf auch immer, das dort auch die Leichen der Vogelbabys mit zum Vorschein kommen. Ca. 1h habe ich die Pütz zweimal mit Nestbauteilen gefüllt, bis alles raus war (soweit es scheint). Die jungen armen Küken waren auch dabei.

Der Aufbau des Bootes kommt ganz gut voran, nachdem gestern endlich die 4 Pakete nach 12 Tagen angekommen sind. Es sind schon viele Teile verbaut, aber die grösste Maßnahme, der Einbau des neu gelagerten Rollfurlers muss noch gestemmt werden, ebenso müssen die Segel noch montiert werden. Andere Kleinigkeiten machen wir noch nebenbei oder auch erst später im Jahr, je nachdem  

 

19.05.2016 - anyway ist wieder in ihrem Element

Heute morgen um 8:00h hatte anyway einen Termin, den Krantermin. Gegen 8:30h dann kommen die fleissigen Mitarbeiter der Ionian Marine um anyway ein wenig anzuheben, die Stelzen wegzuklappen und dann Richting Wasser zu fahren. Am Wasser dann wird das Boot in den Travellift gehangen, und wir schmirgeln noch die Stellen ab, an denen die letzten 7 Monate die Stelzen standen. Dann streichen wir auch hier das Unterwasserschiff an, und schon kommt unsere Hanse 400 ins Wasser. Wir legen erst einmal ab und ankern vor der Werft: Frühstück ist angesagt, währen unsere neue Ankerkette mal zeigen kann was sie so drauf hat. Dann fahren wir weiter zur Citymarina Preveza, hier wird unser Leben etwas komfortabler, nicht mehr andauernd die Leiter rauf und runter und endlich schaukelt es auch wieder! Im Hafen schrubben wir das das Deck geschlagene drei (3) Stunden bis es wieder weiss ist, man könnte glauben, das Boot hätte in der Wüste überwintert. Hier bleiben wir noch einige Zeit, warten noch auf 4 Pakete, und es gibt noch einiges zu tun......

21.04.2016 - Abflug verschoben

Leider werden wir den Abflugtermin übermorgen sausen lassen, denn mein rechtes Schulterproblem verlangt nach Physiotherapie. Überkopfarbeiten, wie z.B. erneuern des Unterwasseranstrichs sind im Moment gar nicht möglich. Wir hoffen aber mit 3 Wochen Verspätung ins östliche Mittelmeer reisen zu können. Diese 3-wöchige Verzögerung wird vermutlich auch eine Änderung der Reisepläne nach sich ziehen. Denn, desto später wir starten, desto wahrscheinlicher wird uns der Meltemi daran hindern in der Ägäis nördlich zu  segeln. Wir werden aber erst vor Ort entscheiden, wo es lang geht......

06.02.2016 - Die ersten Pläne für den Sommer 2016 entstehen

Gestern habe ich unseren Flug gebucht: Am 23.04. werden wir wieder nach Preveza fliegen, um dann von dort aus weitere Erkundungen im östlichen Mittelmeer zu unternehmen. Zunächst gibt es einiges am Boot zu tun, bevor wir uns auf den Weg machen können. Für 2016 haben wir uns erst einmal die Nördl. Sporaden und Chalkidiki vorgenommen. Beides scheint touristisch nicht überlaufen, und es wird solange der Meltemi noch nicht blässt gut zu erreichen zu sein. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar, möglich wäre die Türkei oder auch einmal quer durch die Ägäis nach Kreta oder auch Zypern. Es gibt viel zu sehen, lassen wir es auf uns zu kommen.....!

 

28.10.2016 - Rückblick auf die letzten Tage

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